Herzogenaurach

Acryl trifft Holz in Form

Im Kunstraum sind farbenfrohe Gemälde und elegante Skulpturen zu sehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Heinz Reinhardt arbeitet gerne mit Lindenholz und lässt lieber die Form als die Maserung sprechen. Fotos: Manfred Welker
Heinz Reinhardt arbeitet gerne mit Lindenholz und lässt lieber die Form als die Maserung sprechen. Fotos: Manfred Welker
+1 Bild

Werke von Zita Varga und Heinz Reinhardt sind momentan im Herzogenauracher Kunstraum an der Langenzenner Straße zu besichtigen.

Die Malerin Zita Varga lebt seit nunmehr 13 Jahren in Herzogenaurach. Sie sieht in der Malerei eine persönliche Freiheit für sich mit der Möglichkeit, sich von der Welt "auszuklinken". Varga malt in verschiedenen Techniken auf Leinwand, mit Aryl und mit Ölfarben genauso wie mit einer Mischtechnik, bei der die Oberflächenstruktur des Werks mit der Spachtel erreicht wird. Sie liebt es, Neues auszuprobieren, ihre Bilder sind meist abstrakt und farbenfroh, gegenständlich und doch nicht gegenständlich, losgelöst, mit betonter Formensprache. Das Malen hat sie sich autodidaktisch angeeignet, ihre Werke tragen keine Titel.

Für Zita Varga ist es die erste Ausstellung mit ihren Werken, während ihr Kollege Heinz Reinhardt bereits seine fünfte Ausstellung bestreitet. Die erste Ausstellung vor 16 Jahren hatte er bereits im Kunstraum. Bei ihm führte vor 20 Jahren ein interessant gemasertes Holzbrett zur künstlerischen Beschäftigung mit Holz. Ursprünglich erlernte er den Beruf eines Modellbauers für Gießereitechnik, in dem er auch neun Jahre tätig war. Danach entschloss er sich, zur Firma Grundig nach Fürth zu wechseln, wo er bis 2003 30 Jahre lang im Bereich Produktdesign arbeitete. Im Anschluss daran war er bei der Herzogenauracher Firma Puma im Bereich der Entwicklung von technischen Komponenten tätig. Inzwischen im Ruhestand, kann er sich mit Unterstützung seiner Frau der Kunst widmen.

Ließ er sich zu Beginn seiner künstlerischen Beschäftigung von der Maserung des Holzes inspirieren, so verarbeitet er nunmehr das hellere Lindenholz, das er bei Bedarf mit Erlen- und Kirschenholz kombiniert. Sein Ziel ist es dabei, die Form sprechen zu lassen und sich nicht so sehr von der Maserung beeinflussen zu lassen. Auch er vergibt an seine Werke keine Namen. "Meine Werke haben keinen Titel, sie verlieren sonst ihren Reiz", so Reinhardt. Die Eleganz der Formen seiner Werke ist augenfällig, die Leichtigkeit der Formensprache verleiht ihnen eine große Akzeptanz.

Geöffnet ist die Ausstellung noch am Wochenende 27. und 28. Juli jeweils von 14 bis 18 Uhr.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren