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Hirschaid

Acht Neulinge treten in Hirschaid an

Die Vereidigung der neuen Räte stand im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung - und erhebliche Steuerausfälle.
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(FDP), Dieter Wende (WG Regnitzau) und Jeremiah Katatumba (Grüne/OLH, Bild links), sowie Georg Göller, Andreas Göller (CSU), Sandra Bischoff und Sebastian Frank (Grüne/OHL, Bild rechts).     Fotos: Werner Baier
(FDP), Dieter Wende (WG Regnitzau) und Jeremiah Katatumba (Grüne/OLH, Bild links), sowie Georg Göller, Andreas Göller (CSU), Sandra Bischoff und Sebastian Frank (Grüne/OHL, Bild rechts).   Fotos: Werner Baier
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Die Amtsperiode 2020 bis 2026 starte "unter denkbar schlechten Voraussetzungen", warnte Erster Bürgermeister Klaus Homann (CSU) in der konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Marktgemeinderates. Hintergrund ist die in der letzten Sitzung der vorigen Amtsperiode mit dem Haushaltsplan für 2020 beschlossene Rekord-Neuverschuldung im Angesicht der die Wirtschaft lähmenden Corona-Krise unseres Landes. Sie lässt erhebliche Steuerausfälle befürchten.

Pflichtaufgaben

Den acht Neulingen im Marktgemeinderat erklärte Homann, dass es sich bei den für dieses Jahr vorgesehenen Investitionen sämtlich um Pflichtaufgaben handelt. Es gelte, in Schule und Kindergärten oder auch in die Wasserver- und Abwasserentsorgung zu investieren. Strukturverbesserungen in den Ortsteilen stünden an und die Energieautarkie sei ein erklärtes Ziel. Auch das Vereinsleben wolle man im Interesse einer lebendigen Gemeinde weiterhin fördern. Damit war der Rahmen der bevorstehenden Aufgaben des neuen Marktgemeinderates umrissen.

Homann erinnerte an die Treuepflicht aller Ratsmitglieder sowie das Handeln zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger. Er wünschte eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gemeinderat. Alle Entscheidungen sollen frei und unabhängig getroffen werden. Die Marktgemeinderäte forderte Homann zu Kreativität und engagiertem Mitwirken auf: "Wir müssen gemeinsam Lösungen finden", war sein Wunsch. Ein anderer galt der Wiederbelebung der einstigen "Nachsitzungen" im Gasthaus, um in froher Runde etwaigen Hader gleich wieder vergessen zu können.

Elke Eberle Stellvertreterin

Nach der Vereidigung der neuen Gemeinderäte Sandra Bischoff, Sebastian Frank und Jeremiah Katatumba (alle Grüne/ÖLH), Christian Neundörfer, Andreas Göller und Georg Göller (alle CSU), Dieter Wende (WG Regnitzau) und Martin Wünsche (FDP) stand die Wahl der stellvertretenden Bürgermeister im Mittelpunkt des Interesses. Mit 14:11 Stimmen setzte sich erneut die CSU-Kandidatin Elke Eberl, 50-jährige Bürokauffrau, Vorsitzende des "Hirschaider Körbla" und Leiterin der TSV-Leichtathletikabteilung, gegen Sigrid Oppelt von den Freien Wählern durch. Eberl hatte das Amt schon seit 2014 inne. Neuer Dritter Bürgermeister und damit Nachfolger von Hans Wichert wurde Markus Zillig von der Freien Wählergemeinschaft Röbersdorf. Bei zwei Enthaltungen setzte er sich mit 14:9 Stimmen gegen Horst Auer (SPD) durch.

Weitere Stellvertreter wurden per Akklamation gewählt: Gerd Porzky von den Freien Wählern und Kurt Barthelmes von der WG Regnitzau. Zunächst soll die alte Geschäftsordnung beibehalten, in Kürze aber überarbeitet werden.

Die Benennung von Beauftragten für Behinderte und Senioren sowie für Familie und Jugend wurde vertagt.

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