Gräfenberg
Einweihung

Acht Millionen Euro wurden in das neue Seniorenheim St. Michael investiert

Hell und geräumig sind die 34 Apartments im Seniorenheim St. Michael in Gräfenberg, das nach dem Umbau nun neu eingeweiht wurde. Pfarrer Andreas Hornung und Pfarrer Malte Lippmann spendeten den künfti...
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Pfarrer Andreas Hornung und eine Pflegerin testeten das Mobiliar eines der Apartments im Betreuten Wohnen. Foto: Petra Malbrich
Pfarrer Andreas Hornung und eine Pflegerin testeten das Mobiliar eines der Apartments im Betreuten Wohnen. Foto: Petra Malbrich

Hell und geräumig sind die 34 Apartments im Seniorenheim St. Michael in Gräfenberg, das nach dem Umbau nun neu eingeweiht wurde. Pfarrer Andreas Hornung und Pfarrer Malte Lippmann spendeten den künftigen Bewohnern und den Mitarbeitern den Segen, bevor sich alle Gäste von den neuen Räumen selbst ein Bild machen konnten.

"Wir haben komplett erneuert", erklärte Marcus Engel, der für den Bau zuständige Abteilungsleiter. Insgesamt acht Millionen Euro wurden investiert. Die Elektroinstallationen und Fußböden wurden neu verlegt, das gesamte Gebäude dem neuen Konzept angepasst. Dieses heißt "Betreutes Wohnen Plus" und beinhaltet neben den Apartments, die ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen, auch eine Tagespflege sowie eine ambulante Pflege.

"Das neue Haus wird dringend benötigt", betonte auch Landrat Hermann Ulm (CSU). Zugleich entspreche das Konzept den Bedürfnissen der Senioren: Selbstbestimmt bei gleichzeitiger Sicherheit in der Nähe der Familie leben. Das hatte Ex-Bürgermeister Werner Wolf schon vor 20 Jahren erkannt und im Statdrat daran erinnert, dass "Gräfenberg froh ist, dieses Heim zu haben".

An den Spatenstich zu Wolfs Amtszeit erinnerte auch Horst Wiesent, der Vorstandsvorsitzende der Senivita. Damals allerdings mit Demenzabteilung. Diese fehlt aktuell noch. Angedacht ist eine Demenz-WG mit ambulanter Betreuung. Mit doeser sei Gräfenberg seiner Zeit voraus, betonte daraufhin Hartmut Koschyk, der Aufsichtsratsvorsitzende der Senivita Social Estate AG. Die an Demenz erkrankten Senioren werden zunächst noch nicht ins renovierte Heim einziehen. Als der Umbau beschlossen war, zogen die Bewohner in andere Heime um. "Sie wurden informiert, dass sie wieder zurückkommen können", sagte Engel. Das werden einige der Senioren auch tun.

Doch auch andere Menschen können im Senivita Heim stundenweise ein Stück Heimat finden, in der Tagespflege oder als Bewohner der Kurzzeitpflege. Um eben die Tagespflege großzügig und den Bedürfnissen entsprechend zu gestalten, wurde das Erdgeschoss in der Struktur verändert. Waren im vorherigen Pflegheim kleinere Räume vorhanden, wurden Durchbrüche gemacht, um einen großen Aufenthaltsraum zu schaffen.

Daneben gibt es eine Therapieküche, in der Senioren ihren Vorlieben und Fähigkeiten entsprechend beim Kochen helfen. Aber es gibt auch Ruheräume, in denen ein verstellbarer Sessel oder ein Bett hilft, dem Bedürfnis eines Mittagsschlafes oder einer kurzen Verschnaufpause nachzukommen.

Neu sind auch die Apartments. Waren die Räume früher auf eine stationäre Unterbringung ausgelegt für zwei Senioren, gibt es nun kleine Wohnungen, von 20 bis fast 50 Quadratmeter Größe. Vom Balkon aus bietet sich ein Blick in den Garten und Gräfenbergs Schulumfeld, in der eigenen Küche kann gekocht werden, ein Tisch und Stühle stehen bereit. Die Bewohner dürfen aber auch eigene Möbel mitbringen. 24 Apartments im Betreuten Wohnen sind schon gebucht. Einziehen werden die Senioren ab August.

Die Sorge, dass jetzt noch rüstige Bewohner, die durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung eine höhere Pflegstufe brauchen, das Heim wieder verlassen müssen, teilen die Verantwortlichen nicht. "Bis Pflegegrad 5 kann hier gepflegt werden", erklärt Engel.

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