Coburg
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Abwasser und Müll werden billiger

Der Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CSB) ändert seine Gebührensatzung. Ab 1. Januar 2019 sinken die Gebühren für Abwasser, Müllabfuhr und Straßenreinigung. Dies hat der Verwaltungsrat des stadte...
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Der Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CSB) ändert seine Gebührensatzung. Ab 1. Januar 2019 sinken die Gebühren für Abwasser, Müllabfuhr und Straßenreinigung. Dies hat der Verwaltungsrat des stadteigenen CEB so abgesegnet.

Die neuen Gebühren gelten laut einer Mitteilung des CEB für die nächsten drei Jahre (2019 bis Ende 2021), entsprechend sind auch die Einnahmen und Ausgaben des Kommunalen Unternehmens kalkuliert. Die Abwassergebühren sinken der Mitteilung zufolge um zwölf Prozent, die für die Straßenreinigung um fünf Prozent, und die Müllgebühren konnten um neun Prozent reduziert werden.

Einzig für Niederschlagswasser sind die Gebühren angehoben worden, von derzeit maximal 46 auf maximal 75 Cent pro entwässerungsrelevanter Fläche. Die Niederschlagswassergebühr richtet sich nach der Größe der versiegelten Fläche auf einem Grundstück, wobei Gründächer und Rasengittersteine nur als teilweise Versiegelung gewertet werden. Der Betrag von 75 Cent liege "immer noch im Durchschnitt uns bekannter Niederschlagswassergebührensätze vergleichbarer Städte", erläutert Wilhelm Austen, Vorstand des CEB.

Auch für die Gebührenbereiche legt der CEB in seiner Mitteilung Vergleichszahlen vor. So soll die Straßenreinigung bei einem Einfamilienhaus, zweimal wöchentlich, künftig 60,60 Euro im Jahr kosten. In Bayreuth müsste laut CEB für die gleiche Leistung 78,90 Euro gezahlt werden, in Bamberg 116,40 Euro und in Würzburg 228 Euro.

Bei den Abfallgebühren liegt Coburg unter den Nachbarstädten, aber über den Gebühren von Neustadt bei Coburg. Dort muss ein Vier-Personen-Haushalt für die 240-Liter-Tonne im Jahr 199,20 Euro bezahlen, in Coburg sind es künftig 221,28 Euro (bislang rund 240 Euro). In Bamberg kostet die Müllabfuhr für den Vier-Personen-Haushalt 383 Euro im Jahr, in Nürnberg sind es gar 611,52 Euro.

Beim Abwasser liegt Coburg hingegen im Mittelfeld. Auch hier legt der CEB die Jahreswerte für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt vor, weil sich die Abwassergebühr im Wesentlichen anhand des Wasserverbrauchs berechnet: In Lichtenfels würde der Modellhaushalt 355,68 Euro pro Jahr bezahlen, in Würzburg 356,28 Euro, in Coburg sind es künftig 404,60 Euro und in Rödental 639,36 Euro.

Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU), Vorsitzende des Verwaltungsrates des CEB, stellt fest, dass die Anpassungen bei den privaten Haushalten insgesamt zu einer Entlastung führen. Ein Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus werde im nächsten Jahr durchschnittlich rund 33 Euro sparen können, erklärte sie. Lebt dieselbe Familie in einem Mehrfamilienhaus, liege die durchschnittliche Ersparnis bei 43 Euro pro Jahr. red

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