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Absteiger gegen Aufsteiger

Zum Saisonstart empfängt der Ex-Landesligist FC Eintracht Bamberg den Kreisliga-Meister SV Würgau. Heimvorteil genießen auch Oberhaid, Ebing, Schammelsdorf und Breitengüßbach.
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Michael Hutzler, neuer Trainer des FC Eintracht Bamberg, startet mit dem Landesliga-Absteiger als einer der Titelfavoriten in die Saison. Foto: sportpress
Michael Hutzler, neuer Trainer des FC Eintracht Bamberg, startet mit dem Landesliga-Absteiger als einer der Titelfavoriten in die Saison. Foto: sportpress
Insbesondere für die Fußballfreunde aus dem Teilspielkreis Bamberg verspricht die Saison 2017/18 in der Bezirksliga Oberfranken West wieder guten und spannenden Sport. Mit gleich zehn von 16 Vereinen dominieren die "Bamberger" diese Spielklasse weiterhin. Ob dies dann auch qualitativ der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Spannend ist es aber für jeden Trainer, wie sein Team in die Saison startet. Als Favoriten gehen die beiden Landesliga-Absteiger FC Eintracht Bamberg - er empfängt im Derby den Aufsteiger SV Würgau - und der FC Coburg, bei dem mit dem SV Dörfleins ebenfalls ein Neuling gastiert, in ihre Auftaktpartie. Das zweite Derby führt den TSV Schammelsdorf und den TSV Ebensfeld zusammen.
FC Mitwitz - SV Merkendorf
Aufgrund ihrer guten Platzierungen in der letzten Saison streben beide Vereine auch diesmal einen Platz im einstelligen Tabellenbereich an. Vor allem für die Gäste mit ihrem neuen Trainer Stefan Essig kann dies auch mit Stolpersteinen versehen sein. Denn der SVM hat aufgrund zahlreicher Zu- und Abgänge einen Umbruch vollzogen. So ist nicht auszuschließen, dass die große Merkendorfer Fan-Gemeinde auch Geduld aufbringen muss. Erste Aufschlüsse wird die Partie beim FC Mitwitz bringen. Die Hausherren haben sich nur punktuell verstärken müssen, stellen also eine eingespielte Mannschaft.
FC Eintracht Bamberg -
SV Würgau

Selbstbewusst geht der Landesliga-Absteiger FCE Bamberg in die Saison. Der sofortige Wiederaufstieg ist für die Akteure von Trainer Michael Hutzler das erklärte Ziel. Naturgemäß ganz anders ist das Vorhaben der Gäste aus Würgau. Als Neuling wäre für die Truppe von Stefan Sperber der Klassenerhalt ein Erfolg. Der Würgauer Trainer meint zum Auftaktspiel: "Wir hatten eine schwierige Vorbereitung mit vielen Verletzten, von denen auch jetzt noch einige fehlen. Ich sehe uns als Außenseiter, der sich jedoch so gut wie möglich präsentieren will." Sein Bamberger Kollege Michael Hutzler sagt: "Nach einer guten Vorbereitung
freue ich mich nun auf das erste Spiel. Erst danach wissen wir, wo
wir stehen. Unsere junge Mannschaft darf keinen Gegner unterschätzen. Sie muss also mit viel Konzentration die Partie gegen den Aufsteiger angehen. Unser Ziel ist, mit einem positiven Gefühl aus dieser Begegnung zu gehen."
Bosporus Coburg -
DJK Bamberg II

Die Bayernliga-"Zweite" der DJK Bamberg geht mit der Begegnung bei Bosporus Coburg in eine Saison, die bestimmt nicht leichter wird als die letzte Serie. Trainer Uwe Nagel musste zwei Akteure nach oben abgeben und bei einigen Neuzugängen auch Abgänge quittieren. Die Hausherren "backen" zwischenzeitlich kleinere Brötchen, so dass für beide Vereine der Klassenerhalt das Ziel ist. Die DJK trifft auf einen Gegner, der sich personell stark verändert hat, also gar noch nicht eingespielt sein kann.
Vielleicht ist dies die Chance für die Gäste, die ersten Punkte einzufahren.
TSV Schammelsdorf -
TSV Ebensfeld

Mit zwei Neuzugängen vom FC Coburg und einigen Akteuren aus dem eigenen Nachwuchsbereich, aber auch vier Abgängen,
startet der TSV Ebensfeld in die Saison mit dem Ziel, wieder im vorderen Drittel zu landen. Dies ist den Jungs von Trainer Klaus Gunreben durchaus zuzutrauen, auch wenn die Konkurrenz für das erste Tabellendrittel breiter geworden ist. Ebenfalls keine gravierenden personellen Änderungen gab es bei den Hausherren. Weiter mit Spielertrainer Dominik Kauder sind die Schammelsdorfer bestrebt, an ihre tolle Serie zum Ende der letzten Saison anzuknüpfen. Was auch heißt, weiterhin sehr heimstark und erfolgreich aufzutreten. Spielen da die Gäste mit?
SpVgg Ebing - TSV Meeder
Mit den Gästen aus Meeder erwarten die Ebinger zwar einen Neuling, doch der TSV ist kein Unbekannter in der Bezirksliga und nach nur einem Jahr Abstinenz zurückgekehrt - dies mit Stefan Nöth (TSV Staffelstein) als neuem sportlich Verantwortlichen. Die Meistermannschaft verließ keiner, hinzu kommen hauptsächlich Nachwuchsakteure aus dem eigenen Bereich. Trotz Heimvorteils werden die Schützlinge von Trainer Heiner Dumpert es schon alleine aufgrund der Aufstiegseuphorie mit einem starken Gegner zu tun bekommen. Personell hat sich bei den Hausherren wenig getan. Der Ebinger Coach kann also auf seinen bewährten Kader zurückgreifen.
TSV Breitengüßbach -
TSV Mönchröden

Auf eine annähernd so erfolgreiche Startphase wie im Aufstiegsjahr hoffen sicher die Breitengüßbacher. Punktuell haben sich die Herl-Schützlinge wohl verstärken können, werden aber die
zweite Saison das Überraschungsmoment nicht mehr auf ihrer Seite haben. Den Gegner aus Mönchröden aber hat der heimische TSV in guter Erinnerung. Das erste Heimspiel gewannen Mayer & Co. mit 7:4 Toren. Auf einen wesentlich konzentrierteren Konkurrenten als damals müssen sich die Güßbacher morgen einstellen. Abzuwarten aber bleibt, ob es Coach Thomas Hüttl bereits gelungen ist, ein homogenes Team aufgrund vieler Zu-und Abgänge auf den Platz zu schicken.

FC Oberhaid -
SpVgg Lettenreuth

An die letzte sehr erfolgreiche Saison anzuknüpfen, dies wird für die Mannschaft von FCO-Trainer Alex Stretz sehr schwer werden; dies schon aufgrund der starken Konkurrenz für die vorderen Plätze. So ist das Saisonziel - gesichertes Mittelfeld - nicht tiefgestapelt, zumal der Coach aufgrund der Zu- und Abgänge punktuelle Veränderungen vornehmen muss. Da kommt es vielleicht nicht so gelegen, dass mit Lettenreuth ein Neuling der erste Gegner ist. Die SpVgg startet mit einem fast unveränderten Kader in Oberhaid und vor allem mit dem Elan eines Aufsteigers und dem erfahrenen Trainer Peter Reichel. Routiniert, dies trifft auch auf den Kader der Gäste zu, die sich vor allem mit Akteuren für das Mittelfeld verstärkt haben.
FC Coburg - SV Dörfleins
Viel schwerer hätte es für den Aufsteiger aus Dörfleins, gleich gegen einen der Meisterschaftsanwärter ran zu müssen, nicht kommen können. Doch ist es für die Jungs von Spielertrainer Mario Herrmannsdörfer auch eine Herausforderung, sich gleich mit
den vermeintlich Besten messen zu können. FC-Coach Matthias Christl steht vor der Aufgabe, eine im Wesentlichen neue Mannschaft aufzubauen, dies wegen der Vielzahl von personellen Veränderungen. Der SVD hingegen hat sich punktuell verstärkt und kann ansonsten auf die Aufstiegsmannschaft zurückgreifen.

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