Dörfles-Esbach

Absage für ASCO vom Nachbarn

Der Coburger ASCO-Sprachenschule wird kein Gebäude oder Grundstück in Dörfles-Esbach für einen bilingualen Kindergarten zur Verfügung gestellt. Das hat der Gemeinderat so beschlossen.
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ASCO-Leiter Matthias Schmidt-Curio wollte zum 1. September den bilingualen Kindergarten "Ascolino" in Coburg eröffnen, ist aber immer noch auf Standortsuche. Auch in Dörfles-Esbach wird er nach der Ablehnung des Gemeinderates nicht fündig werden.  Foto: Christiane Lehmann
ASCO-Leiter Matthias Schmidt-Curio wollte zum 1. September den bilingualen Kindergarten "Ascolino" in Coburg eröffnen, ist aber immer noch auf Standortsuche. Auch in Dörfles-Esbach wird er nach der Ablehnung des Gemeinderates nicht fündig werden. Foto: Christiane Lehmann

Die ASCO-Sprachenschule in Coburg wollte im September dieses Jahres mit einem bilingualen Kindergarten, basierend auf dem Konzept der Zweisprachigkeit, starten. Laut ASCO geht hervor, dass am Standort der Schule in der Coburger Innenstadt eine bauliche Erweiterung nicht im notwendigen Maß möglich ist und deshalb ein neuer Stadtort für die zu schaffenden Betreuungsplätze gesucht werden muss. Inzwischen wird wenigstens nach einer Übergangslösung für den Kindergarten "Ascolino" gesucht. Deshalb hat die ASCO-Sprachenschule eine Anfrage bei der Nachbargemeinde Dörfles-Esbach eingereicht. Im Gemeinderat wurde darüber beraten, ob für die geplante Einrichtung ein Grundstück oder Gebäude zur Verfügung gestellt werden soll.

Die Gemeinderäte lehnten die Anfrage bei ihrer Sitzung am Donnerstag einstimmig ab. Die Begründung: In Dörfles-Esbach gebe es kein geeignetes Grundstück oder Gebäude. Bürgermeister Udo Döhler (UBV) begrüßte zwar die Schaffung einer weiteren Kindertagesstätteneinrichtung, beugte sich aber dem Votum des Gremiums. Denn die Situation sei so: Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sei eine nicht unerhebliche Anzahl von Kindern der Gemeinde in Kindergärten außerhalb der Gemeinde untergebracht. Die Ursache dafür sei darin zu suchen, dass Eltern ihre Kinder in Einrichtungen mit anderen pädagogischen Ausrichtungen unterbringen wollen oder der Arbeitsplatz es erfordere. Umgekehrt befänden sich auch im Kindergarten Dörfles-Esbach Kinder aus anderen Gemeinden, obwohl die Einrichtung eigentlich den Kindern aus Dörfles-Esbach zur Verfügung stehen sollte, sagte Döhler. Er ließ ferner wissen, dass bei einer weiteren Errichtung durch einen anderen Träger die Gemeinde Personalkostenzuschüsse zu zahlen habe und dann auch über nicht gedeckte Betriebskosten im Rahmen einer Defizitvereinbarung verhandelt werden müsste. "Eine solche Einrichtung hätte für unsere Gemeinde einen wichtigen Standortfaktor dargestellt, aber es muss damit gerechnet werden, dass ein solcher Kindergarten mit spezieller pädagogischer Ausrichtung auch von Eltern aus Nachbargemeinden nachgefragt wird", sagte Döhler.

Noch ein Kindergarten-Thema: Die Kindergartengebührensatzung musste geändert werden, da ab April 2019 die Kinder ab drei Jahren einen monatlichen staatlichen Zuschuss in Höhe von 100 Euro erhalten, der auf die von den Erziehungsberechtigten zu leistenden Gebührenanteil angerechnet und an sie weitergeleitet wird.

Dem Bau eines Gehweges östlich der Von-Werthern-Straße ab Einmündung des Radweges Meininger Straße bis zur Kreuzung Rosenauer Straße wurde zunächst keine Absage erteilt. Die Gemeinderäte beauftragten den Bürgermeister per Beschluss, die Maßnahme mit dem Landratsamt abzustimmen und Gespräche mit den Anliegern zu führen, da für sie bei einem entsprechenden Bau Erschließungskosten anfallen würden.

Verworfen wurde wieder einmal der Bau eines Gehweges auf der gegenüberliegenden westlichen Seite der Von-Werthern-Straße. Die Begründung: Entweder müsste die Straßenbreite verringert werden oder die Gemeinde müsste Fläche kaufen, damit der Gehweg auf 1,50 Meter verbreitert werden könnte. Klar ist schon jetzt, dass sich die dortigen Anlieger gegen den Gehwegbau aussprechen, weil sie schlicht keine Notwendigkeit dafür sehen.

Das Wasserkraftwerk Blankenburg betreibt an der Itz bei Cortendorf ein Wasserkraftwerk. Die dazu erforderlichen Leitungen laufen über Dörfleser Gemeindegrund. Der Eintragung einer Grunddienstbarkeit stimmte der Gemeinderat zu. Udo Döhler teilte mit, dass die Gemeinde im Jahr 2021 ein Jubiläum feiern könne. Denn vor 50 Jahren hätten sich Dörfles und Esbach zusammengeschlossen. Über die Gestaltung einer Feier konnte er noch nichts sagen.

Beschlossen wurde die Neugestaltung der Außentreppenanlagen am Haupteingang und an der Rückseite des Rathauses.

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