Lichtenfels
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Abmarsch: Den Jugendfeuerwehren laufen die Aktiven davon

Mit Besorgnis stellte Kreisjugendfeuerwehrwart Tino Schamberger den personellen Rückgang bei den Jugendfeuerwehren im Landkreis Lichtenfels fest. Bei der Delegiertenversammlung im Lichtenfelser Feuerw...
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Beliebt bei den Jugendfeuerwehren sind die Wanderungen im Oberen Maintal. Foto: privat
Beliebt bei den Jugendfeuerwehren sind die Wanderungen im Oberen Maintal. Foto: privat

Mit Besorgnis stellte Kreisjugendfeuerwehrwart Tino Schamberger den personellen Rückgang bei den Jugendfeuerwehren im Landkreis Lichtenfels fest. Bei der Delegiertenversammlung im Lichtenfelser Feuerwehrhaus legte er am Samstag Zahlen auf den Tisch. Waren es 2012 noch 54 Gruppen, reduzierte sich die Zahl im Jahre 2018 auf 45 aktive Jugendfeuerwehren mit 320 Mitgliedern. Im Vorjahr waren es 337 Feuerwehranwärter.

"Nachwuchswerbung ist das Gebot der Stunde", so der Kreisbrandmeister. Man habe bereits einige Projekte geplant, die aber noch nicht spruchreif seien. Attraktive Plakate, Flyer, Rollups und Beachflags sollen das einheitliche Auftreten der Landkreis-Jugendfeuerwehr dokumentieren.

Den Jugendwarten bescheinigte der Kreisjugendfeuerwehrwart großen Fleiß bei der Ausbildung. 2770 Stunden wurden allein in der feuerwehrtechnischen Ausbildung geleistet. 2019 finde eine Grundschulung am 9. März in Redwitz statt, am 26. Oktober in Roth. Update-schulungen sind am 13. Februar in Michelau und am 17. April in Reundorf geplant. Das Kreisjugendringfest finde am 7. Juli statt. Der Kreisjugendfeuerwehrtag mit dem Kreisjugendleistungsmarsch werde am 8. September in Burgkunstadt stattfinden.

Ordentlich abgeschnitten

Roland Dauer berichtete im Fachbereich Wettbewerbe über die Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange in Bad Staffelstein mit 35 Teilnehmern. Der engagierte Nachwuchs aus Altenkunstadt, Ebensfeld, Großziegenfeld, Marktzeuln, Mistelfeld, Unterzettlitz, Uetzing, Wiesen, Serkendorf und Weismain hätte die Aufgaben mit Bravour gemeistert. Beim Kreisjugendleistungsmarsch am 9. September in Hochstadt gingen 25 Gruppen aus 14 Jugendfeuerwehren an den Start. Zwei Jahre zuvor waren es noch 38 Gruppen aus 26 Jugendfeuerwehren. Sieger des Leistungsmarsches war die Jugendgruppe 3 Marktzeuln, gefolgt von Marktzeuln 1, Hochstadt 1 und Lichtenfels 2. Im Bezirksjugendleistungsmarsch am 8. Oktober in Lanzendorf überzeugten die Jugendlichen aus dem Landkreis Lichtenfels. Die besten 40 Gruppen aus Oberfranken traten gegeneinander an. Marktzeuln 1 belegte den 7. Platz. Vier Jugendgruppen aus Geutenreuth, Kösten, Marktzeuln und Weismain legten erfolgreich die Auszeichnung "Jugendflamme" ab. Den Wissenstest absolvierten mit dem Thema Fahrzeugkunde 21 Jugendgruppen. Stärkte Gruppen mit je zehn Teilnehmern waren Mainroth und Weismain.

Beim Kreisjugendleistungsmarsch am 8. September gibt es eine Neuerung. Bei zwei startenden Gruppen einer Jugendfeuerwehr ist es möglich, dass je ein Wiederholer aus Gruppe 1 in den Gruppen 2 und 3 startet. Der Bezirksjugendleistungsmarsch findet am 5. Oktober in Hof statt. Das Thema beim Wissenstest lautet "Verhalten in Notfällen".

Tino Schamberger kündigte an, dass der bisherigen Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Lutz Schneider, in ein anderes Ressort wechselt. Der Kreisbrandmeister wird Leiter der zentralen Aus- und Fortbildung im Landkreis Lichtenfels.

Das Angebot der Jugendfeuerwehren im Landkreis umfasst aber nicht nur die Ausbildung, sondern bietet auch ein breitgefächertes Freizeitprogramm. Tino Schamberger wies auf zahlreiche Veranstaltungen wie Lagerfeuer, Fackelwanderungen und Ausflüge hin. Absoluter Höhepunkt sei der Ausflug in den Europapark Rust mit knapp 100 Teilnehmern gewesen.

Dickes Lob vom Stadtoberhaupt

Bürgermeister Andreas Hügerich war stolz auf die Leistungen der Jugendfeuerwehrler. "Ihr nötigt mir größten Respekt ab", lobte das Stadtoberhaupt. Kreisbrandinspektor Hermann Schuberth unterstrich: "Alle Bürger können sich bei der Feuerwehr ehrenamtlich einbringen, um ihren Mitmenschen in Notsituationen zu helfen." Mit zwölf Jahren könnten Mädchen und Jungen bereits der Jugendfeuerwehr beitreten. Mit 16 Jahren könne man die Feuerwehrgrundausbildung absolvieren und teilweise schon an richtigen Einsätzen außerhalb des Gefahrenbereichs teilnehmen. Mit 18 Jahren trete man dann zur erwachsenen Einsatzmannschaft über.

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