Höchstadt a. d. Aisch

Abiturklasse forscht wieder

Bereits zum sechsten Mal präsentieren die Schüler des Gymnasiums Höchstadt die Ergebnisse ihrer Seminararbeiten und hoffen auf den Seminararbeitspreis. Dieses Jahr drehte sich alles um Naturwissenschaften.
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Die Schüler der Q12 des Gymnasiums in Höchstadt haben sich mit unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt und diese bei der W-Seminarmesse ihren Mitschülern und der Jury des Martin-Bauer-Seminararbeitspreises vorgestellt.  Foto: Theresa Schiffl
Die Schüler der Q12 des Gymnasiums in Höchstadt haben sich mit unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt und diese bei der W-Seminarmesse ihren Mitschülern und der Jury des Martin-Bauer-Seminararbeitspreises vorgestellt. Foto: Theresa Schiffl
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Theresa Schiffl Welchen Koffeingehalt haben Getränke und wie lässt sich dieser messen? Warum verändern Hortensien ihre Farbe? Sind Solarstraßen eine zukunftsweisende Möglichkeit zur Stromgewinnung für Laternen oder Ampeln? Das sind nur einige der Fragen, die sich die Schüler der Abschlussklasse des Höchstadter Gymnasiums gestellt haben und denen sie mit ihren Seminararbeiten auf den Grund gegangen sind.

Experimente und Messungen

Experimente und Versuche durchführen und dokumentieren, Literatur lesen und schließlich die Abschlussarbeit schreiben: Das haben die Schüler der Q12 im Rahmen des W-Seminars noch neben dem Schulalltag gemacht.

Bei der nun mehr sechsten W-Seminarmesse präsentierten sie ihre Arbeiten, um den Seminararbeitspreis, der vom Schulpartner Martin Bauer Group gesponsert wird, zu gewinnen. Neben dieser Veranstaltung unterstützt die Martin Bauer Group die Schule seit 2009 beim Wissensaustausch, der Vorbereitung beim Studium und weiteren Projekten.

"Da steckt so viel Arbeit drin und so wird das gewürdigt", meint Oberstufenkoordinator und Messeorganisator Michael Hipp. "Außerdem bekommen die Schüler aus der Q11 einen Einblick, wie gute Seminararbeiten aussehen."

Und es macht den Schülern Spaß. "Mich hat die Substanz Koffein interessiert. Es war total cool, einmal wirklich selbst Experimente durchführen zu können", erzählt Lisa Rippel über ihre Chemie-Arbeit. Sie hat nicht nur mit digitalen Messgeräten den Koffeingehalt verschiedener Getränke ermittelt, sondern sich außerdem intensiv mit den gesundheitlichen Auswirkungen beschäftigt. Von März vergangenen Jahres bis Juli habe sie einmal in der Woche für ihre Seminararbeit in der Schule experimentiert. "Es hat zwar lange gedauert, aber ich war dann eben zu den Sommerferien hin fertig", sagt sie.

Sonne und Wind liefern Energie

Mit Energie haben sich zum Beispiel Matthias Baumann, Michael Baumann und Justine Heeg beschäftigt. Matthias Baumann hat zwei Mendocino-Motoren gebaut. Der Mendocino-Motor ist ein solar-betriebener, magnetisch gelagerter Elektromotor. "Ich wollte so einen schon länger bauen und dann hat das mit der Seminararbeit ganz gut gepasst", meint er.

Auch Michael hat sich mit erneuerbaren Energien befasst: Er hat sich von einigen Themenvorschlägen im Unterricht inspirieren lassen und hat sich mit Windrädern beschäftigt. "Ich dachte mir, das ist ein gutes Thema, weil es ja sehr aktuell ist und Klimaschutz immer wichtiger wird", sagt er. Dafür hat er Modelle gebaut und die Leistung bei verschiedenen Flügelanzahlen, Höhen und Windgeschwindigkeiten untersucht. "Der Modellbau hat am meisten Spaß gemacht."

Mit den Straßen der Zukunft hat sich Justine Heeg in ihrer Seminararbeit "Rentabilität von Solarstraßen" beschäftigt. Für sie war wichtig, dass es ein besonderer Forschungsbereich ist: "Ich habe mein Thema durch's recherchieren über erneuerbare Energien gefunden. Ich habe dann einen Artikel dazu gelesen und wusste, dass ich das machen will."

Solarstraßen in der Zukunft?

Straße könne sehr vielfältig sein, wie dieses Beispiel zeigt. "Da steckt sehr viel Potenzial drin. Durch diese Solarteppiche können zum Beispiel auch E-Autos geladen werden oder die Fahrbahn kann geheizt und so Unfälle aufgrund von Glatteis verhindern", erklärt die Schülerin. Zwei Probleme gibt es jedoch noch bei dieser Erfindung: Zum einen der Preis und zum anderen, dass die Solarmodule nicht verstellbar sind. Mit ihrer Seminararbeit über die Solarteppiche konnte Justine Heeg den Martin-Bauer-Seminararbeitspreis im Wert von 150 Euro gewinnen. Lea Hermann gewann den Sonderpreis der Bücherstube.

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