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Abgesagte Feier: Verständnis und Enttäuschung auf Seiten der Schüler

Weil einige Schüler beim Abschlussscherz über die Strenge geschlagen haben, hatte die Leitung der Mittelschule Pressig, eine Feststunde für die Abschlussschüler abgesagt (der FT berichtete). Nachdem E...
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Weil einige Schüler beim Abschlussscherz über die Strenge geschlagen haben, hatte die Leitung der Mittelschule Pressig, eine Feststunde für die Abschlussschüler abgesagt (der FT berichtete). Nachdem Ende der vergangenen Woche die Schulleitung ihre Entscheidung erklärt hatte, melden sich nun drei Schülerinnen zu Wort.

"Ich kann die Entscheidung verstehen, die Schule muss Schlüsse ziehen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt", zeigt Absolventin Jessica Ahlmann Verständnis. Und dennoch schwingt in ihrer Stimme Enttäuschung über die abgesagte Feststunde mit. Denn nicht alle Schulabgänger seien an den Sachbeschädigungen in Höhe von mehreren hundert Euro beteiligt gewesen.

Die Schüler hatten am vergangenen Mittwoch, einen Tag nach den Vorfällen, von der Schulleitung die Gelegenheit bekommen, sich zu besprechen und damit die Angelegenheit aus der Welt zu räumen. Die Klassensprecher hätten sich dabei um eine interne Klärung bemüht, doch bis auf einen Schüler habe sich keiner verantwortlich gezeigt, berichten die drei Absolventinnen. "Bei dem Gespräch waren nicht alle Schulabgänger dabei, weil auch nicht alle beim Abschlussscherz vor Ort waren", bedauert Corinna Reinhold.

Am Donnerstag hätten dann aber einige Absolventen gegenüber der Schulleitung den Vorschlag unterbreitet, sich selbst um das Beheben der Schäden zu kümmern. Doch das fand keinen Anklang.

Nicht fachmännisch

Laut Konrektor Thomas Müller wurde der Vorschlag abgelehnt, weil die Reparaturen nicht "fachmännisch" gewesen wären, was für ein öffentliches Gebäude nicht ausreichend sei. Dass die Schulleitung keine Alternativen zu der Begleichung des Schadens in Form von Geld akzeptiert habe, bedauert Selina Fehn. Dabei hat laut Corinna Reinhold ein Teil der Schüler auch Reinigungen im Schulgebäude vorgenommen.

David Reinhold, Vater von Corinna Reinhold, hätte sich eine offenere Informationspolitik der Schulleitung gewünscht. Erst am Donnerstag sei man über die Absage der Feststunde mit der Begründung "aus gegebenem Anlass" in Kenntnis gesetzt worden. Reinhold ist überzeugt, eine andere Lösung wäre möglich gewesen, wären die Eltern gleich nach dem Vorfall informiert worden. So sei es bedauerlich, dass alle Schüler für das Fehlverhalten einzelner bestraft wurden.

Müller betont wiederum, dass es keine gesetzliche Regelung gibt, wonach die Verabschiedung in einem größeren Rahmen stattfinden müsse. So haben am Ende die Schüler ihre Zeugnisse in einem kleinen Rahmen in ihren jeweiligen Klassen erhalten. cd

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