Neuenmarkt

Abenteuer in Afrika

Stefan und Lisa Gieger aus Neuenmarkt wollen ein Jahr als Missionare in Uganda arbeiten.
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In wenigen Tagen geht es für Lisa und Stefan Gieger "ab nach Afrika".  Foto: Werner Reißaus
In wenigen Tagen geht es für Lisa und Stefan Gieger "ab nach Afrika". Foto: Werner Reißaus

Vor knapp fünf Monaten haben Stefan (25) und Lisa Gieger (24), geborene Söldner, geheiratet - und in wenigen Tagen, am 12. Oktober, heben sie mit dem Flugzeug Richtung Afrika ab. Doch die beiden, die sich seit dem Kindergarten kennen, planen keine Hochzeitsreise, sie wollen ein Jahr lang als Missionare in Uganda arbeiten.

Die beiden Neuenmarkter sind sich bewusst, dass das Abenteuer in Uganda eine große Herausforderung für ihre junge Ehe sein wird, aber sie verfügen über feste christliche Werte und ein absolutes Gottvertrauen.

Über Spenden finanziert

Der Aufenthalt wird über Spenden finanziert. Stefan und Lisa Gieger sind beim Deutschen Missionsärzte-Team angestellt und bekommen freie Kost und Logis. Dafür wird erwartet, dass die Eheleute Gieger in Erlangen und Neuenmarkt einen Spendenkreis aufbauen, um die monatlichen Kosten von rund 2000 Euro zu decken. Stefan Gieger dazu: "Wenn wir die Spendensumme nicht zusammenbekommen, werden wir aber trotzdem unterstützt."

Lisa Gieger wird in Kagundu in einem Hospital mit 200 Betten als operationstechnische Assistentin arbeiten. Das Haus wird von afrikanischen und englischen Christen geführt. Ihr Ehemann wird als technischer Helfer tätig sein. Er hat im Frühjahr seinen Bachelor im Maschinenbau an der Uni Erlangen gemacht und zählte in seiner Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer bei der Firma Hofmann-Fahrzeugbau in Mainleus zu den besten Absolventen Oberfrankens.

Im Rahmen eines Info-Abends verabschiedeten sich die beiden im evangelischen Gemeindezentrum von ihrer Kirchengemeinde. Die Grundlagen zur Missionarstätigkeit legte übrigens ein Hauskreis in Erlangen, dem Stefan und Lisa Gieger angehören. "Ich sah die Möglichkeit, aus dem Alltag herauszukommen, etwas Neues anzupacken und zu helfen. Uganda wird sicher etwas Besonderes sein, aber mir hätte es auch hier in unserer Gemeinde und in unserer Region gefallen, denn ich bin total heimatverbunden", sagt der 25-Jährige.

In die weite Welt hinaus

Ein amerikanischer Pastor habe in dem Hauskreis auf einen Bibelspruch hingewiesen, wonach man in die weite Welt hinaus und zu den Menschen gehen sollte. "Das war für uns dann der Zeitpunkt, sich für eine Arbeit als Missionare in Afrika zu interessieren."

Man habe dann verschiedene Organisationen in Deutschland angeschrieben. "Das Deutsche Missionsärzte-Team aus Kreuztal-Osthelden hat uns eine sehr ausführlich E-Mail geschrieben, aber auch darauf hingewiesen, dass sie Missionsarbeit nur ab einem Jahr anbiete, weil man in drei Monaten, wie von uns zunächst angedacht, nicht wirklich helfen könne und der Aufwand viel zu groß sei", so Stefan Gieger. Er wisse inzwischen, dass sich nach drei Monaten ein persönliche Tiefpunkt einstelle: "Man merkt dann, dass das Leben in einem fremden Land schwierig ist und Herausforderungen zu meistern sind. Dann abzubrechen, wäre meines Erachtens nicht so schlau. Vielmehr sollte man schauen, diesen Tiefpunkt zu überwinden."

Dann sei alles recht schnell gegangen. Schon zwei Monate später habe das erste Treffen mit dem Missionsärzte-Team stattgefunden. Stefan Gieger: "Wir setzten uns dann gemeinsam das Ziel, bis Ende letzten Jahres eine Entscheidung zu treffen. Gut war, dass auch unsere Eltern dahinter standen. Ich denke, es ist für sie nicht leicht, wenn die Kinder so weit weg gehen."

Lisa Gieger räumt ein, dass sie die Weite der Entscheidung erst bei der weiteren Vorbereitung verstanden habe: "Stefan hat mich da aber echt unterstützt, ausdauernd zu sein und mich nicht von irgendwelchen Ängsten und Zweifeln aufhalten zu lassen." Lisa Gieger hofft, dass die Arbeit in Afrika das junge Ehepaar noch enger zusammenschweißen wird und freut sich auf das fremde Land und die Lebensfreude und die Dankbarkeit der Menschen dort.

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