LKR Coburg

Abenteuer gleich vor der Haustür

Die Bayerischen Staatsforsten wollen mit einem neuen Magazin den Bürgern erklären, was sie im Wald tun - und ihnen zeigen, wie sie selbst diesen Lebensraum auf vielfältige Weise erleben können.
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Der Waldumbau ist in vollem Gange. Unter alten Nadelbäumen wachsen junge Buchen heran. Foto: CT-Archiv
Der Waldumbau ist in vollem Gange. Unter alten Nadelbäumen wachsen junge Buchen heran. Foto: CT-Archiv
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Als einen "Erlebnisführer zu den Schönheiten vor unserer Haustür" wollen die Bayerischen Staatsforsten (BaySf) ein Magazin verstanden wissen, das sie gerade heraus gebracht haben. "Wald erleben" ist der Titel des Bandes, den Albert Schrenker, Leiter des Forstbetriebes Coburg der BaySf, jetzt als dem Ersten im Landkreis an Landrat Sebastian Straubel (CSU) überreichte.

Passend zum Thema blätterte Sebastian Straubel vor dem ehemaligen Forsthaus Taimbach zum ersten Mal in dem neuen Magazin. "Hier haben wir vieles von dem, worauf in dem Band aufmerksam gemacht werden soll", erklärte das Albert Schrenker. Streuobstwiesen, Fischteiche, Wälder, die gerade für den Klimawandel umgebaut werden, in denen es Totholzinseln für den Waldnaturschutz gibt, aber eben auch die Ernte von Holz als Baustoff oder Energieträger. Das alles gibt es rund um das alte Forsthaus hautnah zu erleben. Den Wald als Erholungsort und Sportstätte sowieso.

Genau das zeigt das neue Magazin, das sich damit an alle Naturfreunde wendet. Vor allem aber ist es eine Handreichung für Lehrer oder in der Jugendarbeit Tätige. Gerade, weil es nicht ins allgemeine Lamento über Klimawandel oder Borkenkäferprobleme einstimmt, ist das Buch interessant. Dabei werden diese Themen keineswegs ausgespart.

Nie schulmeisternd

"Es ist gut gemacht, und es zeigt eindrucksvoll, was alles getan wird und wie viel Arbeit dahinter steckt", lobt Sebastian Straubel. Dazu ist das Magazin nie schulmeisternd. Auch wenn es eine kleine Tierkunde gibt, häufige Pilze gezeigt werden, Baumarten beschrieben und Blätter gezeigt werden. Als Abenteuerland und Feld für Entdeckungen präsentiert der Forst sein Arbeitsgebiet. Sportübungen einfach mit dem, was sich im Wald findet, Wanderwege, lohnende Ausflugsziele, eben vieles, was Spaß macht im Wald, wird ebenso gezeigt. Und sogar einige von den merkwürdigen Zeichen, die Spaziergängern wohl immer wieder mal an Bäumen auffallen, werden ihres Geheimnisses beraubt und schlicht erklärt.

Das Thema Jagd und ihre Bedeutung für den Wald, gerade in Zeiten des Waldumbaus wird nicht ausgespart. "Rund 100 000 junge Bäume werden auf unseren etwa 7500 Hektar Wald im Forstbetrieb jedes Jahr gepflanzt", sagt Albert Schrenker. Die allermeisten sind Laubbäume, die für den Standort im Zeichen des Klimawandels besser geeignet sind als die früher übliche Fichte. Aber auch Tannen und Douglasien werden noch in den Boden gebracht. "Nadelholz wird auch in Zukunft nachgefragt sein, weiß Albert Schrenker. Dem will die Forstwirtschaft Rechnung tragen. Außerdem ist es ein erklärtes Ziel, in jedem Bestand mindestens vier Baumarten einzubringen. Vielfalt schützt, ist die Devise. Fällt eine Baumart aus, etwa durch Schädlingsbefall oder Klimaveränderung, sorgen andere dafür, dass weiter ein stabiler Wald bestehen bleibt.

Das Buch will ermuntern, in den Wald zu gehen. Die Bürger sollen ihn erleben und wertschätzen. Sie sollen aber auch sehen, was Förster dort tun, und es verstehen. Offenheit ist die beste Waffe gegen Vorurteile, ist die Leitung der BaySf überzeugt. Mit dem Buch in der Hand auf Entdeckungsreise zu gehen, Pflanzen, Tiere und Zusammenhänge erkennen, Waldarbeit verstehen und begreifen, was Wald und Forstwirtschaft für unser Leben bedeuten, das ist das Angebot. Wer es wahrnehmen will, kann das Magazin einfach online bestellen. Es ist kostenlos zu beziehen unter Coburg.de.

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