Kulmbach

Ab Montag fährt der Variobus

Zum Fahrplanwechsel bietet der Landkreis Kulmbach einige Neuerungen und Verbesserungen an.
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Das Titelblatt des neuen Nahverkehrsplans  Repro: BR
Das Titelblatt des neuen Nahverkehrsplans Repro: BR
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Dem Fahrplanwechsel zum 15. Dezember steht auch im Landkreis Kulmbach nichts mehr im Wege. Wie Landrat Klaus Peter Söllner gestern mitteilte, ist sogar eine Erweiterung des Angebots vorgesehen. "Das Thema Mobilität rückt vor dem Hintergrund des Klimaschutzes immer mehr in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion." Mit der Einführung des Variobusses zum 9. Dezember werde ein neues flexibles und bedarfsorientiertes Angebot des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im ländlichen Raum ermöglicht.

Der Landkreis Kulmbach hat Söllner zufolge von 2017 bis 2018 einen neuen Nahverkehrsplan entwickelt, auf dessen Basis nun die ersten Maßnahmen umgesetzt werden können. Alle Neuerungen und Verbesserungen in der Stadt und im Landkreis Kulmbach seien in einem 96-seitigen Fahrplanheft übersichtlich zusammengefasst.

Alle Infos auf 96 Seiten

Wer die Bahn, den Regionalbus, den Stadtbus in Kulmbach, den Variobus oder die Radlbusse im Landkreis nutzen wolle, benötig in erster Linie aktuelle und umfassende Informationen. Der neue Taschenfahrplan verschafft laut Sachbearbeiter Michael Beck einen Überblick über alle Zug- und Busverbindungen im Nahverkehrsraum Kulmbach.

Die wichtigste Nachricht für die Landkreisbewohner ist, dass die Regionalbuslinien der Firma Omnibusverkehr Franken (OVF) bis November 2027 vertraglich gesichert werden konnten. Die Mehrkosten belaufen sich für den Kreishaushalt auf rund 450 000 Euro pro Jahr. "Das betrifft alle Linien im nordöstlichen Oberland und im Südwesten", sagte Michael Beck.

Betroffen seien insbesondere die Linien 8351 von Kulmbach über Guttenberg/Kupferberg nach Helmbrechts; 8352 von Kulmbach über Stadtsteinach und Presseck nach Bad Steben; 8353 von Kulmbach über Helmbrechts nach Münchberg; 8357 von Marienweiher über Stadtsteinach und Wirsberg nach Gefrees; 8358 von Kulmbach über Wirsberg nach Bad Berneck; 8350 von Cottenau über Wirsberg nach Neuenmarkt; 8435 von Bayreuth über Hollfeld und Thurnau nach Kulmbach. "Der ÖPNV soll in den nächsten Jahren noch weiter verdichtet werden."

Online buchbar

Landrat Klaus Peter Söllner betonte, dass zusätzlich zum Fahrplanwechsel ein neues Stadt-Umland-Konzept umgesetzt wird. "Sechs neue Variobusse von Kulmbach bis Presseck und Thurnau ergänzen den Linienverkehr als bedarfsgesteuerter Verkehr auf Anrufbasis." Dieses System solle bis 2023 weiter ausgebaut werden. Auf folgenden neuen Linien können unter der Telefonnummer 09221/4077790 künftig täglich von 6 bis 21.30 Uhr Fahrten über die Wunschzentrale der OVF bestellt werden: A: 8360 Kulmbach - Windischenhaig - Oberzettlitz-Hutschdorf - Thurnau; B: 8361 Kulmbach - Veitlahm - Rothwind - Schimmendorf - Kirchleus - Kulmbach; C: 8362 Kulmbach - Lehenthal - Oberpurbach;  D: 8363 Kulmbach - Lehenthal - Presseck; E: 8364 Untersteinach - Stadtsteinach; F: 8365 Stadtsteinach - Presseck - Enchenreuth - Helmbrechts.

Die Linien werden im Fahrplanheft des Landkreises so dargestellt, dass alle Fahrtmöglichkeiten übersichtlich über den Tag angeordnet sind. Die Fahrten können auch online unter www.fahrtwunschzentrale.de gebucht werden.

Dazu Michael Beck: "Nachdem das Variobus-System in der Anfangsphase von 2012 bis 2016 nur mit einzelnen Fahrten auf verschiedenen Linien startete, werden nun auch Taktverkehre aufgebaut, die im Zusammenspiel mit dem Linienbusverkehr ein engmaschiges Angebot vorhalten."

Manche Ortsteile bekämen einen Stundentakt, manche ein zweistündliches Angebot, manche sogar einen Halbstunden-Takt in den Stoßzeiten. Das könne umgesetzt werden, weil der Stadtverkehr für die Außenorte von Kulmbach in einen Stadt-Umland-Verkehr weiterentwickelt worden sei "und nun die dadurch nutzbaren Synergieeffekte in die Verbesserung des Fahrplans einfließen".

Insgesamt zahlt der Kreis rund 700 000 Euro pro Jahr an Zuschüssen, damit sich die Bürger den Regionalverkehr leisten können. "Das ist gewaltig", kommentierte Landrat Söllner.

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