Frohnlach

Zwei Rote Karten zu viel

Fussball-Bayernliga Nord  Der VfL Frohnlach musste zum Rückrundenstart 1:0-Führung gegen Haibach aus der Hand geben und verlor klar mit 1:4.
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Mit drei Treffern kann sich der Haibacher Toptorjäger Christian Breunig (oranges Trikot) in die Torschützenliste eintragen. Hier umkurvt er den Frohnlacher Philipp Beetz und läuft auf Alexander Eckert zu. Am Ende hat Haibach in Frohnlach mit 4:1 klar gewonnen. Foto: Heinrich Weiß
Mit drei Treffern kann sich der Haibacher Toptorjäger Christian Breunig (oranges Trikot) in die Torschützenliste eintragen. Hier umkurvt er den Frohnlacher Philipp Beetz und läuft auf Alexander Eckert zu. Am Ende hat Haibach in Frohnlach mit 4:1 klar gewonnen. Foto: Heinrich Weiß
von unserem Mitarbeiter Manuel Beck

Frohnlach — Zum Auftakt der Rückrunde scheuten die Bayernliga-Konkurrenten aus Frohnlach und Haibach zunächst das ganz große Risiko. Insbesondere die Abwehrarbeit funktionierte in der Anfangsphase auf beiden Seiten.
Während Huth mehrfach in die blau-weiße Abseitsfalle tappte, verpasste es Pflaum, von einem vermeintlich fatalen unterfränkischen Abspielfehler zu profitieren, als sein Passversuch auf den mitgelaufenen Knie bei einem äußerst aussichtsreichen Konter ebenfalls missriet (17.).
Alemannen-Goalgetter Breunig stand ihm jedoch in nichts nach, indem er sich das Leder in Folge eines ungewohnten Schnitzers des VfL-Abwehrchefs Eckert allein vor Hempfling viel zu weit vorlegte (21.).
Als sich die einheimische Offensive vor dem Tor der Gäste immer wieder unnötig verzettelte, verzog Huth gegenüber per Direktabnahme nur knapp (31.). Allerdings war auch SV-Verteidiger Franz in höchster Not zur Stelle, als Werner, von Autsch wunderschön in Szene gesetzt, den Keeper der Hildenbeutel-Elf schon sprintstark umspielt hatte (36.). "In der ersten Halbzeit ging unser taktisches Konzept auf. Wir hatten uns vorgenommen, läuferisch dagegenzuhalten und ins Umschaltspiel zu kommen", analysierte VfL-Cheftrainer Stefan Braungardt. Mit seinem ersten Ballkontakt bescherte der zur zweiten Hälfte gekommene Bulat den Hausherren sogar noch einen Traumstart, als er sich per Kopf einen Befreiungsschlag ergatterte und den vor ihm aufspringenden Ball volley unter die Latte nagelte (46.). "Das 1:0 war hoch verdient. Danach haben wir jedoch, wie so oft in dieser Saison, im Mittelfeld Zweikämpfe verloren und Tore kassiert", wehrte die Freude der Gastgeber nicht lange, da Toptorjäger Breunig die Partie anschließend innerhalb von vier Minuten zu Gunsten seiner Farben drehte.
Zunächst war der 24-Jährige zur Stelle, um einen Querpass aus etwa 16 Metern nicht allzu platziert in die Maschen zu jagen, ehe Baier einen langen Ball nicht klären und Hempfling eine Uworuya-Flanke nicht bekam, so dass Breunig gleich darauf das Leder quasi noch einmal ins leere Gehäuse tragen konnte.
Final nahm das Unheil seinen Lauf, als Baier einen eigenen Abspielfehler bereinigte, aber statt des Spielgeräts einzig die Beine von Farbmacher traf (53.). Daraus resultierend, sah der VfL-Verteidiger glatt Rot. "eine regelkonforme Entscheidung", wäre Braungardt froh gewesen, wenn der korrekt handelnde Referee in dieser Szene Gnade vor Recht ergehen hätte lassen: "Aber der Fußballgott ist momentan einfach kein Frohn-lacher."
Fünf Zeigerumdrehungen später musste dann auch noch Teuchert mit der Ampelkarte vom Feld (58.). Personell arg dezimiert, versuchten die Braungardt-Schützlinge aber noch einmal alles. "Das erwarte ich von meinen Jungs", verfolgte der 47-jährige Coburger, wie erst Beetz einen Knie-Freistoß am Kasten vorbeiköpfte (61.), bevor Bulat die Kugel auf Vorarbeit des drei Widersacher vernaschenden Werner aus weniger als einem Meter Entfernung kläglich über den Querbalken schoss (65.).
"Unsere Chancenverwertung ist eine mittlere Katastrophe", musste Braungardt jedoch zur Kenntnis nehmen, dass seine sich aufopferungsvoll gegen die drohende Niederlage stemmenden Schützlinge nicht belohnten. Trotz des nun gegebenen Missmatches gelang es ihnen zwar, erneut reichlich Druck aufzubauen, ehe die Begegnung jedoch entschieden war, als Mex bei einem Konter eine Kirchner-Hereingabe vor dem lauernden Breunig unglücklich ins eigene Netz verlängerte (80.).
Die Tatsache, dass Breunig seinen Hattrick perfekt machte, hatte da indes nur noch statistischen Wert (86.).
"Mit zwei Mann in Unterzahl haben wir mit dem Mut der Verzweiflung gekämpft und zwei hundertprozentige Chancen vergeben. Es gibt allerdings dennoch überhaupt keinen Grund, im Abstiegskampf aufzugeben", richtete Braungardt den Blick von der bitteren Niederlage sofort nach Abpfiff zum Trotz wieder nach vorn.
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