Weißenbrunn

Zur Kerwa ein besonderer Sud

bier  Die Burschen und Mädchen der Kirchweihgesellschaft Weißenbrunn brauen ihren eigenen Kerwa-Trunk bei einem Lehrgang in der Hobbybrauerakademie.
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Zur Gärführung muss die Temperatur stimmen. Vor dem längeren Gärprozess (etwa vier Wochen) wird eine Probe genommen. Vorne links im Bild Seminarleiter Heinz Krause.  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Zur Gärführung muss die Temperatur stimmen. Vor dem längeren Gärprozess (etwa vier Wochen) wird eine Probe genommen. Vorne links im Bild Seminarleiter Heinz Krause. Foto: Karl-Heinz Hofmann
von unserem Mitarbeiter 
Karl-heinz Hofmann

Weißenbrunn — KWG-Vorsitzender Bernd Redwitz und Braumeister i.R. Heinz Krause, zugleich Vorsitzender im Förderverein des Brauer- und Büttnermuseums in Weißenbrunn, erörtern ihre Beweggründe, erstmals ein "Kerwa-Bier" zu brauen. "Weil's Spaß machen und schmecken soll!" Alle Schnellkurs-Teilnehmer wurden mit dem Hobby- Bierbrauer-Diplom ausgezeichnet.
Dass es ihnen Riesenspaß gemacht hat, verrieten die beiden Zecherinnen Julia Friedrich und Caroline Scholz von der KWG, die beide eifrig den Sud mit rührten und Schlüsselpositionen bei der Jodprobe und bei der Prüfung der Gärtemperatur hatten. Die Zecherinnen und Zecher, die bei der Kerwa in Dirndl und Tracht alljährlich als besondere Attraktion der Kirchweih das Bier aus dem Busen der Jungferkättl fließen lassen, haben sich in diesem Bierbrauer- Seminar nun auch fit gemacht, um Urlaubern und Gästen zur Kerwa erklären zu können, wie der Gerstensaft entsteht.
Heinz Krause, neu ernannter Genussbotschafter der Genussregion Oberfranken, hat es ihnen beigebracht. Er war Jahrzehnte Braumeister in einer heimischen Bierbrauerei. Seit über 20 Jahren kümmert er sich außerdem um den Erhalt und den weiteren Ausbau des Brauer- und Büttnermuseums in Weißenbrunn und ist auch Vorsitzender des Fördervereins Brauer- und Büttnermuseum.
Das Bier das im Kurs gebraut wird, kommt nur in einer kleinen Menge, vielleicht in einem 50-Liter-Fass, zum Ausschank. Es wird ganz genau nach Vorschrift gebraut und ähnelt einem Pils, allerdings mit Spezialmalz, weshalb es nach der Gärung in etwa vier Wochen bernsteinfarbig aussehen und einem etwas stärkerem Alkoholgehalt haben wird, als das sonstige Festbier. Schmunzelnd verspricht Heinz Krause: "Die Gaumen und Geschmacksnerven werden bei jedem Schluck dieses süffigen Gerstensaftes explodieren." Am Kirchweihfreitag, 26. September, soll um 19 Uhr auf dem Paradiesplatz angezapft und das Bier kostenfrei ausgeschenkt werden. Wenn jemand eine freiwillige Spende geben möchte, geht diese an die KWG, die wiederum das Geld für gute Zwecke verwenden wird.
Zum Kirchweihfest vom 25. September bis 29. September wird es auf jeden Fall das bewährte Bier im Ausschank und nach dem Festzug am 28. September auch aus dem Busen der Jungferkättl geben.
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