Laden...
Coburg

Zum 60-Jährigen ein sonniges Spektakel an der "Coburger Riviera"

Coburg — Sie waren tapfer, die Kinder und ihre Lehrer, die bei prallem Sonnenschein in der Mitte des Schulhofes über eine Stunde mit viel Power und Freude ihr Schulfest-Programm da...
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein fröhliches Hallo war die Zeitreise durch sechs Jahrzehnte beim Sommerfest der Pestalozzischule (oben). Haute Couture aus Zeitungspapier? Ein echter Hingucker waren diese schlagzeilenträchtigen Modelle bei der Modenschau (unten). Fotos: Christina Hauptmann
Ein fröhliches Hallo war die Zeitreise durch sechs Jahrzehnte beim Sommerfest der Pestalozzischule (oben). Haute Couture aus Zeitungspapier? Ein echter Hingucker waren diese schlagzeilenträchtigen Modelle bei der Modenschau (unten). Fotos: Christina Hauptmann
+1 Bild
Coburg — Sie waren tapfer, die Kinder und ihre Lehrer, die bei prallem Sonnenschein in der Mitte des Schulhofes über eine Stunde mit viel Power und Freude ihr Schulfest-Programm darboten, das sie wochenlang einstudiert hatten. Der begeisterte Applaus und die stolzen Blicke ihrer Eltern machten das Spektakel für die rund 230 Grundschüler der Pestalozzischule zum wahrhaft heißen Abschluss ihres Schuljahres.
Wie treffend waren da in diesem Zusammenhang die einführenden Worte der Schulleiterin Karina Kräußlein-Leib: "Die damals laut Zeitungsbericht modernste Schule Coburgs wurde während ihrer Bauphase auch Ostschule an der Coburger Riviera genannt", erzählte sie schmunzelnd. Wie es zu diesem Begriff kam, lasse sich heute nur vage vermuten: "Vielleicht hing er mit diesem herrlichen Blick vom Schulgebäude aus in Richtung Süden zusammen."
Was das Wetter betraf, so hätte an diesem sonnigen Tag der Vergleich mit diesem besonders schönen Küstenabschnitt des Mittelmeeres bei Frankreich und Italien nicht passender sein können. 1954 waren sich die Stadträte dann aber wiederum schnell einig, dass die Schule einen passenden Namen brauchen würde, und so sei schließlich, wenn auch nach kontroversen Diskussionen, die Entscheidung zugunsten des Namens "Pestalozzischule" gefallen. "Was treffender nicht hätte sein können", erklärte die Schulleiterin. Denn die Maxime des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi sei ein "Lernen mit Kopf, Herz und Hand" gewesen. "Und gerne gebe ich Pestalozzis berühmtem Satz eine andere Reihenfolge für unser heutiges tägliches Wirken an unserer Schule: Wir lernen und lehren hier zuerst mit Herz, dann mit Kopf und Hand", sagte Karina Kräußlein-Leib.

Unterricht wie in den 50ern

Dass viel Herz in den Aufführungen steckte, spürten die Zuschauer. Die Zweitklässler etwa entführten das Publikum in eine Schulstunde der 50er Jahre. Ob es damals so gesittet zuging, das blieb das Geheimnis derjenigen Männer und Frauen, die als Gäste geladen waren und vor genau 60 Jahren eingeschult wurden.
Auf dem vielfältigen Programm stand auch ein klassischer Staffellauf, eine beeindruckende Modenschau aus "Zeitungspapier-Haute Couture" und, um in die brandaktuelle Gegenwart zu gelangen, eine peppige Fußballshow der Viertklässler mit den Helden Neuer, Müller und Schweini. Die abschließende Tanzshow mit Tanzdarbietungen aus sechs Jahrzehnten gipfelte in einem gemeinsamen fröhlichen Tanzen von Eltern, Kindern und Lehrern in der Mitte des Schulhofes zum aktuellen Hitparaden-Song "Happy". Ganz nach dem Motto: "60 Jahre stark und froh, Pesta mach doch weiter so." cha

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren