Schweinfurt

Zukunftsplanung nur mit den Bürgern

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Schweinfurt — Das so genannte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) gibt die Richtung vor, wo Schweinfurt hinsichtlich Sanierungsgebieten, Verkehrsplanung oder Stadtteilentwicklung in den kommenden Jahren seine Schwerpunkte sieht. Das letzte ISEK stammt aus dem Jahr 2007 und soll durch eine Neufassung ersetzt werden. Darüber berät ein Arbeitskreis - bestehend aus Vertretern der Verwaltung, des Stadtrats und einer Fachagentur - seit einem Jahr. In Kürze soll ein erster Entwurf vorliegen. Im nächsten Schritt erst ist eine Bürgerbeteiligung vorgesehen.
Für die SPD im Stadtrat fordert der stellvertretende Fraktionschef Ralf Hofmann nun in einem aktuellen Antrag an das Rathaus die "Gewährleistung einer breiten öffentlichen Diskussion". Mit der eingeleiteten Umwandlung der US-Kasernen etwa in neue Wohngebiete seien zwar schon Weichen gestellt. Die Stadtentwicklung beschränke sich aber nicht auf die ehemaligen US-Liegenschaften, sondern müsse deutlich weiter gefasst werden.
Hofmann will dabei die Bürger von Anfang an eingebunden wissen und fordert von der Verwaltung die Vorlage eines diesbezüglichen Konzepts. "Wir müssen offensiv um Ideen und die Beteiligung der Menschen werben", fordert der SPD-Stadtrat. Hofmann regt an, dabei nicht allein auf die klassischen Instrumente wie Infoveranstaltungen mit Frontalvorträgen und Fragerunden zu setzen, sondern ein Mitwirken auch via "Online-Formaten" vorzusehen. Gehört werden sollten auch die verschiedenen in Schweinfurt lebenden ethnischen Gruppen. Wer mitwirken dürfe, gehe auch wählen. Hofmann: "Die SPD sieht in dem Prozess eine große Chance." hh

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