Heßdorf

Zukunft des Hannberger Schulgebäudes steht noch in den Sternen

von unserem Mitarbeiter Richard Sänger Heßdorf — Der Heßdorfer Gemeinderat hat noch nicht entschieden, ob das Schulgebäude in Hannberg saniert oder abgerissen werden soll. Demnächs...
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von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Heßdorf — Der Heßdorfer Gemeinderat hat noch nicht entschieden, ob das Schulgebäude in Hannberg saniert oder abgerissen werden soll. Demnächst soll eine Sondersitzung zu dem Thema einberufen werden.
Der Herzogenauracher Architekt Erich Popp hatte in der Sitzung am Dienstagabend zunächst ein Sanierungskonzept vorgestellt. Schon bevor der Architekt richtig beginnen konnte, meldete sich Erich Biermann (FW) zu Wort und wollte wissen, ob im Anschluss der Planer bereits den Auftrag erhalte.
Dies wies Bürgermeister Horst Rehder (BB) zurück, es gehe nur um die ermittelten Kosten, die auch Grundlage für die Höhe des Zuschusses sein würden. So recht gab sich Biermann damit nicht zufrieden. Er hätte zur Untersuchung des gebäudes zwei oder drei Architekten beauftragt und fragte in diesem Zusammenhang nach einem Architektenwettbewerb.
Stefan Stiegler (SPD) wollte als Ergebnis drei Varianten sehen, einmal die Kosten für eine Sanierung, zum zweiten die Kosten für einen Neubau mit der jetzigen Raumgröße und zum dritten die Kosten für einen Neubau nach dem Raumprogramm der Regierung. "Wenn wir überhaupt nicht wissen, wie die Schule einmal aussehen soll, wie können sie da Kosten nennen?", fragte Stiegler den Architekten. Auch dessen mehrmaliger Hinweis, dass es zur Ermittlung der Kosten eines Neubaus keine Pläne brauche, weil dazu statistische Werte genommen werden und eine Schule nach dem vorgeschriebenen Raumprogramm gebaut werden müsse, konnte Stiegler nicht so recht überzeugen.

Sanierung günstiger als Neubau

Die gesamten Sanierungskosten bezifferte Popp auf rund 3,5 Millionen Euro, wobei das Gebäude in einen Rohbauzustand zurückversetzt werden muss, die Dauer schätzt er auf eineinhalb Jahre. Außerdem machte der Architekt darauf aufmerksam, dass die Regierung die jetzigen größeren Räume als Bestand akzeptiere und auch bezuschusse. Einige Räume, die für eine sechsklassige Grundschule nicht erforderlich sind, werden allerdings nicht gefördert. "Die Gemeinde könnte bei einem Neubau auch an der jetzigen Raumgröße festhalten und zusätzliche Räume bauen, eine Zuwendung gibt es allerdings nur für das derzeit gültige Raumprogramm", erläuterte der Architekt.
Einen Neubau mit Anzahl und Größe der gegenwärtigen Räume bezifferte Popp auf rund 4,6 Millionen Euro, die Kosten für sechs Klassenzimmer und die erforderlichen Nebenräume für den Schulbetrieb und Verwaltung in der vorgeschriebenen Größe würden rund 3,7 Millionen Euro kosten. Einsparmöglichkeiten sieht der Architekt, wenn sich die Gemeinde für ein gemeinsames Energiekonzept entscheiden würde, das Schule, Mehrzweckhalle und Kindergarten beinhaltet.
Den Zustand der Turnhalle bezeichnete Popp als einigermaßen stabil. Sie müsse aber trotzdem saniert werden. Die Kosten für eine Sanierung würden sich auf knapp eine Million Euro belaufen, ein Neubau kostet etwa 1,2 Millionen Euro, wobei aber die jetzige Größe nicht mehr bezuschusst wird.

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