Bad Staffelstein

Zu Gast bei Freunden und fränkische Lebensart kennenlernen

Artikel drucken Artikel einbetten
Priester, Mönche, Nonnen und Theologen absolvieren zurzeit in Bad Staffelstein einen Sprachkurs. Bürgermeister Jürgen Kohmann (vorne, Zweiter von links) empfing die Gruppe im Rathaus. Foto: Johannes Gurguta
Priester, Mönche, Nonnen und Theologen absolvieren zurzeit in Bad Staffelstein einen Sprachkurs. Bürgermeister Jürgen Kohmann (vorne, Zweiter von links) empfing die Gruppe im Rathaus. Foto: Johannes Gurguta

von unserem Redaktionsmitglied 
Johannes Gurguta

Bad Staffelstein — Ordenstrachten, Mönchskutten und Priesterkollare soweit das Auge reicht. Und in Mitten von all dem sitzt der Staffelsteiner Bürgermeister Jürgen Kohmann. Dieser heißt die ausländischen Gäste mit netten Worten und kühlem Wein willkommen.

Lernen im Gottesgarten

Die Besucher sind Priester, Mönche, Nonnen und Theologen aus Tschechien und Slowenien. Sie absolvieren einen vierwöchigen Sprachkurs in Bad Staffelstein und Bamberg. Diese seit über 20 Jahren regelmäßig stattfindenden Sprachreisen organisiert die Ackermann-Gemeinde, eine Gemeinschaft der katholischen Kirchen. Die Reisegruppe wird vom Bamberger Christoph Brey geleitet, der die Reisenden auch beim täglichen Unterricht unterstützt. Im Rahmen des Deutschlandbesuches werden die Geistlichen auch in Stadtführungen und Feste eingebunden. In Bamberg kommen sie bei Gastfamilien unter, damit sie auch etwas vom fränkischen Lebensstil erleben.
In der Eröffnungsrede gab Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU), assistiert von einer Dolmetscherin, allgemeine Informationen zur Stadt. Dabei geht es um Touristik, Gastronomie und Klima - alles Punkte, mit denen der "Gottesgarten" punkten kann.
Anschließend stellten die Gäste Fragen zum Leben in und um Bad Staffelstein. Dabei lagen die Schwerpunkte auf Bildung, Schulsystem und Kirche. Auch Fragen zum Wahlsystem, zur Immigration, über Wallfahrten oder die Geburtenrate beantwortete Kohmann den Besuchern. Allgemeine positive Verwunderung wurde über das große Kreuz an der Wand des Sitzungssaales geäußert. In Tschechien existiere eine derartige Glaubensdemonstration in offiziellen Gebäuden nicht, sagte eine der Ordensschwestern. Glaube und Politik hängen hier stark zusammen, erklärte Kohmann.
Für allgemeines Staunen unter den Besuchern sorgten auch die sehr geringe Arbeitslosigkeit und die florierende Wirtschaft. "Der Kurort zählt täglich zirka 2100 Besucher."
Kohmann, der seit sechs Jahren im Amt ist, betonte, dass es immer viel zu tun gebe, doch die Zufriedenheit der Bevölkerung und der Besucher habe höchste Priorität.
Abschließend bekamen alle Geistlichen je einen Gutschein für die Obermain-Therme, um sich nach dem Lernen im Wasser entspannen zu können.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren