Bad Staffelstein

Zitronen und Knoblauchzehen sind ihr Geheimrezept

von unserem Mitarbeiter Gerd Klemenz Bad Staffelstein/Burgkunstadt — Bei bester Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden feierte Elisabeth Pfadenhauer mit ihrer Familie, Bekannten ...
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Elisabeth Pfadenhauer besorgt mit ihrem Elektromobil ihre Einkäufe noch selbst.  Foto: Gerd Klemenz
Elisabeth Pfadenhauer besorgt mit ihrem Elektromobil ihre Einkäufe noch selbst. Foto: Gerd Klemenz
von unserem Mitarbeiter Gerd Klemenz

Bad Staffelstein/Burgkunstadt — Bei bester Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden feierte Elisabeth Pfadenhauer mit ihrer Familie, Bekannten und Freunden ihren 90. Geburtstag. Vor zwei Jahren war sie aus Burgkunstadt in die Adam-Riese-Stadt gezogen, wo sie in der damaligen Wohnung ihrer Tochter nun wohnt. Ihr "Zweitwohnsitz" ist immer noch die Schuhstadt am Obermain, denn dort trifft sie sich regelmäßig mit ihren Freundinnen zu verschiedenen Gelegenheiten.
Aber auch in Bad Staffelstein ist die Jubilarin viel unterwegs und in vielen Vereinen aktiv, sei es im Seniorenverein, beim Evangelischen Frauenbund, im Geselligkeitsverein oder beim "Kaffeekränzla", irgendwo gibt es immer die Möglichkeit zum Gespräch. "Am Abend setzen wir uns dann zusammen und erzählen uns gegenseitig vom Tag", sagt ihr Ehemann.
Die Jubilarin und ihr um ein Jahr jüngerer Mann Hans lernten sich in ihrer Heimat in Königsberg in Ostpreußen kennen. Nach der Vertreibung aus den Ostgebieten kam sie 1947 in seine Heimat nach Oberfranken, wo er sie 1948 zum Traualtar führte. Im letzten Jahr feierten beide das seltene Jubiläum der eisernen Hochzeit für 65 gemeinsame Ehejahre. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor, die aber bereits verstorben ist. "Am Anfang hatten wir nichts, die Kleider am Leib passten nicht und Geld, um neue zu kaufen, hatte ich auch nicht", betont ihr Ehemann.
Doch sie schafften sich eine neue Existenz. 35 Jahre war Elisabeth Pfadenhauer in der Schuhindustrie bei der Firma Kreuch in Burgkunstadt beschäftigt. "Groß war die Freude über meinen ersten Lohn, da ich nach dem Weltkrieg nichts mehr hatte", erinnerte sich das Geburtstagskind. Viel Zeit verbringt Elisabeth Pfadenhauer auch im hohen Alter noch beim Sockenstricken, hauptsächlich für "ihren" Hans. "Den guten Gesundheitszustand verdankt sie in erster Linie einem Geheimrezept. Fünf Zitronen und 30 Knoblauchzehen werden im Mixer vermengt und dann aufgekocht.
Vom entstandenen Saft trinkt man jeden Tag ein Gläschen und so erfreut sich meine Oma Elisabeth dann eines langen Leben", erzählt Enkelin Sabine. "Rauchen und Trinken sind ebenfalls tabu", fügt ihr Ehemann an. Auch mit 90 kauft das Geburtstagskind Elisabeth mit ihrem "heißen" Schlitten ein. In der Garage steht ein sechs Stundenkilometer schnelles Elektromobil "Invacare Auriga" für die Erledigungen.
Im Namen der Stadt Burgkunstadt überreichten der Dritte Bürgermeister Manfred Hofmann, Erika Wich vom ASF- Frauenbund und Helga Koch von den SPD-Frauen Geschenke.

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