Bamberg

Zentrum Welterbe blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück

Das Zentrum Welterbe Bamberg blickt auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2016 zurück. Gleich mehrere Großprojekte, darunter der Welterbe-Managementplan...
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Patricia Alberth  Foto: Christina Lotter
Patricia Alberth Foto: Christina Lotter
Das Zentrum Welterbe Bamberg blickt auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2016 zurück. Gleich mehrere Großprojekte, darunter der Welterbe-Managementplan sowie das neue Welterbe-Besucherzentrum, konnten in den vergangenen zwölf Monaten mit großen Schritten vorangebracht werden, berichtet die Einrichtung.
Seit Herbst letzten Jahres wird der neue Welterbe-Managementplan für das Welterbe "Altstadt von Bamberg" erarbeitet. Fünf Fachgruppen entwickelten Maßnahmen und Empfehlungen für den Schutz, die Nutzung, die Pflege und die nachhaltige Entwicklung des Erbes. Die Ergebnisse wurden im Juli öffentlich diskutiert, die Verschriftlichung ist für das laufende Jahr geplant. Auch mit der Konzeption des neuen Welterbe-Besucherzentrums auf dem Areal der Unteren Mühlen wurde im Juni begonnen.
Auf rund 250 Quadratmetern Ausstellungsfläche sollen die Besonderheiten des Welterbes "Altstadt von Bamberg" vermittelt und das Welterbe in den internationalen Unesco-Kontext gesetzt werden. Ein Zwischenstand des Konzepts wurde im November vorgestellt. Die Eröffnung ist für 2018 vorgesehen.
2016 stand außerdem ganz im Zeichen der Welterbebildung. Neben gut besuchten Vorträgen nationaler und internationaler Welterbe-Experten in Bamberg und Fachbeiträgen auf Veranstaltungen in Leipzig, Stralsund, Berlin, Bonn und der französischen Partnerstadt Rodez habe vor allem die erste bundesweite Lehrerfortbildung "Lernorte im Welterbe Altstadt von Bamberg" begeistert. Rund 120 Lehrerinnen und Lehrer aus fünf Bundesländern nahmen an der Fortbildung teil, die sich speziell mit der Wissensvermittlung zum Thema Unesco-Welterbe befasste.


Erfolgreiche Ausstellung

Regen Zuspruch erhielten auch die interaktive Ausstellung "Der Himmelsgarten auf Erden" in zehn Bamberger Gärtnereien, bei der das Deckengemälde der Klosterkirche St. Michael zum Leben erweckt wurde sowie die Ausstellung "Seht, welch kostbares Erbe!" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die das Zentrum Welterbe Bamberg zusammen mit dem Stadtarchiv Bamberg nach Bamberg gebracht hat.
Außerdem begrüßte die Stadt Bamberg im Rahmen des EU-Projekts Comus eine Delegation des Europarats, um Bambergs reiche Erfahrungen im Umgang mit kulturellem Erbe zu teilen. Schließlich wurde das Projekt "Urbaner Gartenbau" als gutes Beispiel für das Forschungsprojekt "Urbane Freiräume: Qualifizierung, Rückgewinnung und Sicherung urbaner Frei- und Grünräume" des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ausgewählt.
"Mit dem Welterbestatus haben wir eine Verantwortung, die weit über unsere Stadtgrenze hinausgeht", berichtet Patricia Alberth, Leiterin des Zentrum Welterbe Bamberg, und freut sich, dass dank ihres tatkräftigen Teams und der guten Zusammenarbeit mit den Fachämtern und externen Einrichtungen so viel umgesetzt werden konnte.
Das Programm für 2017 ist ähnlich ambitioniert: Der Managementplan soll abgeschlossen und die Einrichtung des neuen Welterbe-Besucherzentrums vorangetrieben werden. Bereits am 2. Februar um 17 Uhr findet hierzu ein Vortrag in der Volkshochschule Bamberg statt. "Hamm mir noch ned g'nuch Weldärbe bei uns?" lautet der Titel. red
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