Laden...
Herzogenaurach
Umzug 

Zeit und Raum für würdevollen Abschied

Der Bestatterfamilie Petratschek sind in ihrem Neubau nicht nur die Ausstellungsmöglichkeiten für Särge, Urnen und sonstiges Beerdigungszubehör wichtig, sondern vor allem die Räumlichkeiten für Gespräche mit den Angehörigen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Neue Räume und endlich mehr Platz. Das Bestattungsunternehmen Petratschek stellte am Wochenende seine neuen Räumlichkeiten an der Gustav-Hertz-Straße vor, und die Pfarrer Karola Schürrle und Helmut Hetzel gaben dem neuen Haus und der Familie Petratschek den Segen.
Unter anderem ist in dem Gebäude ein Ausstellungsraum eingerichtet, und die Angehörigen können sich Särge und Urnen ebenso ansehen wie weiteres Bestattungszubehör. Der Neubau mit seinen hellen und freundlichen Räumen lockte beim Tag der offenen Tür zahlreiche Besucher und Freunde des Familienunternehmens in das Gewerbegebiet an der Bamberger Straße. "Das sind Räume, in denen auch gelacht werden darf, denn der Tod gehört zum Leben, und diesen Gang müssen wir alle einmal gehen", sagte die Pfarrerin. Mit dem Umzug in den Neubau könne der Mensch auch über das Leben hinaus in Würde begleitet werden.
"Die beengten Verhältnisse an der Hinteren Gasse machten es nicht leicht, Angehörige in angemessener Form zu betreuen", erklärte Erich Petratschek bei der Begrüßung. Nach mehr als 20 Jahren habe das Bestattungsunternehmen nun alles zusammengelegt und können sich endlich entsprechend präsentieren. Petratschek bedankte sich bei der Stadt und der Zweiten Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD) dafür, dass die Familie ein Grundstück im neuen Gewerbegebiet erwerben konnte.
Eine liebevolle Begleitung des Verstobenen bis zur Beerdigung nimmt einen ebenso bedeutsamen Raum ein wie der persönliche Kontakt zu den Angehörigen. Schließlich wolle man den Angehörigen in den schweren Stunden des Abschiedes auch als Berater und Freund zu Seite stehen. Der Tod eines Angehörigen sei für die Hinterbliebenen eine schmerzliche Erfahrung. Sie müssen den Abschied von einem vertrauten Menschen verkraften und zugleich wichtige Formalitäten erledigen. Wer einen Trauerfall zu beklagen hat, suche Beistand und Hilfe. Früher seien das oft die Verwandten gewesen, heute seien es meist Fachleute der Bestattungsunternehmen.
Dabei sei Diskretion das oberste Gebot, aber diese einzuhalten sei in dem einzigen Büro am alten Standort nicht ganz einfach gewesen. Für Beratung und den persönlichen Kontakt mit den Angehörigen stehen jetzt drei helle und freundliche Büros sowie ein großzügiger Besprechungsraum zur Verfügung, und die Familie Petratschek könne sich für die Angehörigen mehr Zeit nehmen.


Ohne Hektik

Zeit spielt auch bei der Beerdigung eine Rolle, so würden in den größeren Städten die Menschen wie am Fließband unter die Erde gebracht. "In Herzogenaurach und in den umliegenden Gemeinden geschieht das mit Würde und ohne Hektik, so bleibt immer Zeit für ein tröstendes Gespräch", lobte Pfarrerin Schürrle das Herzogenauracher Familienunternehmen, das den Angehörigen und Freunden Zeit für den Abschied lasse.
Die beiden Pfarrer äußerten ihren Respekt vor dem Beruf eines Bestatters, der den Menschen in schwierigen Situationen helfe. Schließlich sei das schon ein biblischer Beruf, denn auch Jesus wurde gesalbt, bevor er ins Grab gelegt wurde. Der Mensch verdiene auch nach seinem Tod eine liebevolle Behandlung, und das sei bei der Familie Petratschek gegeben.
Wie Erich Petratschek abschließend betonte, sei das Gebäude nicht nur bei einem Tag der offenen Tür zugänglich, sondern die Menschen könnten jederzeit und nicht nur bei einem Todesfall vorbeikommen und sich beraten lassen. Es könnten viele Dinge bereits zu Lebzeiten geregelt werden, es gebe eine Bestattungsvorsorge, bei der Wünsche und Vorstellung festgehalten und so Hinterbliebene entlastet werden.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren