Zeil am Main

Zeiler Familie Erlwein bekam die Denkmalschutzmedaille

Das Zeiler Ehepaar Irene und Raimund Erlwein ist am gestrigen Donnerstag in München mit seinem Sohn Johannes mit der Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet wor...
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Aus der Hand von Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) haben gestern in München Johannes, Raimund und Irene Erlwein (von links) aus Zeil die Denkmalschutzmedaille mit der entsprechenden Urkunde bekommen.  Foto: Landesamt für Denkmalpflege/Roland Hoffmann
Aus der Hand von Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) haben gestern in München Johannes, Raimund und Irene Erlwein (von links) aus Zeil die Denkmalschutzmedaille mit der entsprechenden Urkunde bekommen. Foto: Landesamt für Denkmalpflege/Roland Hoffmann
Das Zeiler Ehepaar Irene und Raimund Erlwein ist am gestrigen Donnerstag in München mit seinem Sohn Johannes mit der Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet worden. Damit werden ihre Leistungen bei der Erhaltung zweier historischer Fachwerkhäuser in der Zeiler Innenstadt gewürdigt. Vorgeschlagen für diese Auszeichnung wurden sie vom Landesamt für Denkmalpflege.
Die Denkmalschutzmedaille ist eine Auszeichnung für besonderes Engagement im Bereich der Denkmalpflege: Jedes Jahr verleiht der Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst die Medaille an Persönlichkeiten, die sich um Bau- oder Bodendenkmäler in Bayern verdient gemacht haben.
Die Denkmalschutzmedaille wurde gestern wieder vergeben. Staatsminister Ludwig Spaenle hat die Medaille an 31 Preisträger aus ganz Bayern verliehen.
In der Laudatio für die Familie Erlwein heißt es: Das Leben im Denkmal bereite der Familie Erlwein so viel Freude, dass sie rund 30 Jahre nach der Instandsetzung ihres denkmalgeschützten Wohnhauses auch das Nachbarhaus saniert habe. Vor dem Kauf durch die Familie standen beide Häuser jahrelang leer. Davon ließen sich Irene und Raimund Erlwein nicht abschrecken: Sie haben beiden Baudenkmälern eine Zukunft gegeben. Zwischen 1983 und 1985 setzten sie zunächst ihr Wohnhaus, einen zweigeschossigen Satteldachbau mit Fachwerk-obergeschoss aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts instand. Mit dem Ziel des größtmöglichen Erhalts des bauzeitlichen Bestands machten sie aus dem Baudenkmal ihr Zuhause. Im Jahr 2015 erfolgte die jüngste Fassadenaufarbeitung.
Ein generationenübergreifendes Projekt machte es möglich, dass Johannes, einer der Söhne von Irene und Raimund Erlwein, heute im Nachbarhaus wohnt. Die ganze Familie packte
tatkräftig bei diesem zweiten Sanierungsvorhaben mit an. Der ebenfalls zweigeschossige Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoss aus dem Jahr 1710 barg manche Überraschung - während der Arbeiten wurde die besondere Qualität dieses Objekts sichtbar. Dazu trug die Freilegung des unter einer Putzschicht verborgenen Fachwerks der Fassade bei. Die Instandsetzung beider Objekte durch die Familie Erlwein war für die historische Altstadt ein Gewinn. Mit viel Eigenleistung und in enger Abstimmung mit den Denkmalfachbehörden hat Familie Erlwein zur Revitalisierung der Altstadt von Zeil beigetragen. ks
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