Bad Staffelstein

Wolfram Heinzmann eröffnet den Banzer Orgelsommer

Kloster Banz — In der ersten halbstündigen Matinee des Banzer Orgelsommers am Sonntag, 7. Juni , um 11.30 Uhr bringt der in Bamberg aufgewachsene und in Wasserburg am Inn lebende W...
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Kloster Banz — In der ersten halbstündigen Matinee des Banzer Orgelsommers am Sonntag, 7. Juni , um 11.30 Uhr bringt der in Bamberg aufgewachsene und in Wasserburg am Inn lebende Wolfram Heinzmann Orgelwerke von Frescobaldi, Bach, Rathgeber, Mayr und Langlais zu Gehör.
Wolfram Heinzmann, geboren in Bamberg, studierte nach dem Abitur die Fächer "Katholische Kirchenmusik", Hauptfach "Orgel" und "künstlerisches Lehramt an Gymnasien" an den Hochschulen in Regensburg und München. Ein Auslandssemester führte ihn an das Conservatorio di Musica "G. Verdi" nach Mailand. Derzeit ist er Studienrat am Gymnasium Dorfen, wo er unter anderem auch die Leitung der großen Bigband innehat. Neben der Lehrtätigkeit leitet er verschiedene Chöre, u. a. den Adam- Gumpelzhaimer- Chor in Trostberg, mit dem er jedes Jahr ein größeres Oratorium aufführt.
Das Programm beginnt mit dem ersten Satz des Concertos G-Dur BWV 592 von J. S. Bach. Die Komposition stammt ursprünglich von Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar, Bach hat das Orchesterwerk dann auf die Orgel übertragen.
Der Stil des Banzer Benediktinerpaters Johann Valentin Rathgeber, dem Zeitgenossen Bachs, wird mehr und mehr mit demjenigen Telemanns in einer Hinentwicklung der Musik zu Mozart und der Wiener Klassik überhaupt gesehen. 1750 wurde Rathgeber in der Krypta unter der Banzer Stiftskirche beigesetzt. Von ihm erklingen auf der Orgel drei leicht eingängige Schlagarien in F-Dur.
Johann Simon Mayr stammt aus der Nähe von Ingolstadt und war zu seiner Zeit, dem Übergang des 18. ins 19. Jahrhundert ein gefeierter Komponist in vielen Metropolen Europas. Seine Sinfonia ist ein Orchesterstück, das auf die Orgel übertragen wurde.
Alte italienische Orgelmusik des in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Rom ansässigen Girolamo Frescobaldi kann auch heute noch faszinieren, insbesondere deswegen, weil die Toccata secunda, 1637 veröffentlicht, sehr abwechslungsreich ist. In dieser Zeit war es dem Organisten anheimgestellt Notentexte der Organisten von Toccaten durch Auszierungen anzureichern. Die Bedeutung Frescobaldis ist für die Weiterentwicklung der Orgelkompositionsformen sehr groß.
Der nächste Titel Prelude au Kyrie aus Hommage a Frescobaldi des Jean Langlais (1907-1991) knüpft an den römischen Komponisten an. Schwebende Klänge mit einem gregorianischen Thema sind bei Langlais die Grundlage der Komposition und bilden in der Folge der ersten Banzer Matinee kurz vor ihrem Ende einen Ruhepol. Eine Freude für Orgelliebhaber ist dann noch Bachs berühmtestes Orgelwerk: Toccata und Fuge in d BWV 565 bildet den virtuosen Abschluss des Konzerts Wolfram Heinzmanns.
Wie immer ist der Eintritt frei, jedoch wird am Ausgang um eine Kollekte gebeten. wh/rh

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