Hallerndorf

Wo soll schnelleres Internet hin?

Breitbandausbau  Im Gemeinderat Hallerndorf ging es um die Möglichkeiten des Förderprogramms "Breitbandoffensive". Außerdem sind die Bürger eingeladen, ihre Ideen und Anregungen für Leader-Projekte einzubringen.
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Uwe Wagner
Uwe Wagner
von unserer Mitarbeiterin Sylvia Hubele

Hallerndorf — Dem Gemeinderat von Hallerndorf stellte Uwe Wagner, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung aus Bamberg, die Fördermöglichkeiten und die Antragsmodalitäten für die Gemeinde nach dem neuen Förderprogramm "Breitbandoffensive" vor. Denn noch nicht alle Bereiche in der Gemeinde Hallerndorf seien mit einer ausreichenden Geschwindigkeit an das weltweite Internet angebunden, wie es heutzutage für Unternehmen und auch Privatpersonen notwendig sei.
Weil Unternehmen der Telekommunikation nur dann die dafür nötige Infrastruktur mit Glasfaserkabeln beispielsweise ausstatten, wenn sich ihre Investitionen lohnen, sprich, wenn genügend Menschen in diesem Bereich wohnen, die die entsprechenden Verträge abschließen und zahlen, müsse der Staat selbst dafür sorgen, dass diejenigen Gebiete, die aus Unternehmenssicht nicht lohnen, trotzdem nicht abgehängt werden, erläuterte Wagner. Aus diesem Grund müssten die Gemeindevertreter erst einmal überlegen, was die Kommune eigentlich will.
Claudia Kraus von der WG Trailsdorf fragte folgerichtig nach, was gefördert würde. Es seien Fördersätze in einer Höhe zwischen 60 bis höchstens 90 Prozent möglich und die Höchstgrenzen der staatlichen Förderung betrügen 700 000 Euro, erklärte Wagner.
Toni Eckert, Kulturreferent des Landkreises Forchheim, stellte in einem zweiten Beitrag den Gemeindevertretern die künftigen Fördermöglichkeiten für die Gemeinde nach dem Leader-Programm vor: Hier gelte es, zunächst Ideen für Projekte in Hallerndorf zu entwickeln und die entsprechenden Konzeptionen beim Landratsamt einzureichen.
Torsten Gunselmann (FWGSS), Bürgermeister in Hallerndorf, hofft, dass Projekte in Hallerndorf durch dieses Programm gefördert werden und lädt alle interessierten Bürger ein, in der kommenden Sitzung darüber öffentlich zu diskutieren. Dabei gehe es noch nicht darum, einzelne Projekte antragsreif vorzustellen, sondern sich erst einmal zu überlegen, wie Hallerndorf und die Ortsteile künftig aussehen sollen.
In der Gemeindesitzung wurde in einem weiteren Tagesordnungspunkt der Haushaltsplan von 2014 beraten. Aufmerksam studierten die Gemeindevertreter das umfangreiche Papier und fragten immer wieder einzelne Zahlen nach, die dann von Christian Schmitt ausführlich erläutert wurden: Die Höhe der Aufwendungen für ehrenamtliche Tätigkeiten wurde ebenso unter die Lupe genommen, wie die Ausgaben für den Backofen in Pautzfeld. Marianne Ochs von der WFB Sch.-St. wollte beispielsweise wissen, welche Bücher und Zeitschriften die Gemeinde jährlich für insgesamt 6500 Euro kauft. Das meiste davon sei Verwaltungsfachliteratur und Software, erklärte Schmitt, doch Gunselmann fand, dass man schon gucken könne, was davon wirklich gebraucht werde.
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