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Hemhofen

Wird die Turnhalle abgerissen?

Debatte  Dass die Halle verbraucht ist, darüber waren sich die Gemeinderäte von Hemhofen in der jüngsten Sitzung einig. Vor einer endgültigen Entscheidung soll erst geprüft werden, wie teuer eine Sanierung ist.
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Die alte Turnhalle ist in die Jahre gekommen. Ob sie saniert werden kann wird der Gemeinderat bald diskutieren.  Foto: Pauline Lindner
Die alte Turnhalle ist in die Jahre gekommen. Ob sie saniert werden kann wird der Gemeinderat bald diskutieren. Foto: Pauline Lindner
von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Hemhofen — Die Schule in Hemhofen ist für 16 Klassen gebaut. Heute gibt es noch acht Grundschulklassen; 2016 wird es drei erste Klassen geben. Neuordnung und Sanierung der Grundschule hieß der Tagesordnungspunkt der Ratssitzung. Dahinter verbirgt sich im wesentlichen ein Abriss. Denn die Schule braucht nach den staatlichen Richtlinien nur 1118 Quadratmeter, hat aber über 1700 Quadratmeter.
Nach den Plänen, die Architekt Christoph Volkmar mit dem Team Planköpfe ausgearbeitet hat, betrifft das die Bauteile aus den Jahren 1972 und 1979. Eingeebnet werden sollen die alte Pausenhalle, die anschließenden Hausmeister- und Nebenräume sowie die alte Turnhalle.

40 Euro pro Schüler

"Die alten Räume sind verbraucht und kosten einen hohen Unterhalt", nannte Volkmar als Grund. Auf 40 Euro im Monat und Schüler kommen Heizung und Reinigung.
Sind die alten Gebäudeteile weg, rechnet der Fachmann mit Energie-Einsparungen von 50 bis 65 Prozent. "Gut, dass der Unterhalt reduziert wird, da wir nur investieren können durch Einsparungen im Verwaltungshaushalt", lobte Dritter Bürgermeister Reimer Hamm (CSU) den Architekten und lenkte zugleich den Blick auf die Kassenlage.
Nach dem Abriss soll der Schuleingang nach Westen verlegt werden, etwa auf Höhe der Umkleiden der Mehrzweckhalle. Dort soll dann eine neue Pausenhalle und ein Quergang entstehen. An der Verbindungstreppe zwischen den Altbauten und den zwei jüngeren Anbauten soll im bisherigen Nebenraum Werken ein alle Etagen verbindender Aufzug eingebaut werden. Verwaltung und Hausmeister sollen in die Nordecke beim neuen Eingang untergebracht werden.
Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) führte zahlreiche Gespräche mit der Schulleitung, dem Team der Mittagsbetreuung und der Musikschule. Für letztere wäre nach der vorliegenden Grobplanung Platz im Obergeschoss des östlichsten Bautrakts. Für Rektor Herbert Winter wäre ihr Einzug ein wesentlicher Baustein für eine offene Ganztagsschule.
Nach einer "groben Schätzung" (Nagel) belaufen sich die Kosten auf rund 2,4 Millionen Euro. In diesem Betrag sind 300 000 Euro für Übergangscontainer, 200 000 Euro für ein Blockheizkraftwerk und 200 000 Euro für neues Mobiliar enthalten. Man rechnet damit, dass 600 000 bis 800 000 Euro staatliche Zuschüsse gewährt werden.

Machbarkeitsstudie

Der Gemeinderat war nicht glücklich, dass er aufgrund einer Machbarkeitsstudie entscheiden soll. Er ließ sich aber von Nagel überzeugen, dass dies jetzt notwendig sei, damit bis Ende Oktober der notwendige Antrag mit einer Detailplanung bei der Regierung eingereicht werden könne, um dann im Sommer 2016 beginnen zu können. Bis zur Fertigstellung werden wohl noch drei, bis vier Jahre vergehen.
Die Verbesserung der Schulsituation stellte kein Ratsmitglied infrage. Sehr wohl aber, ob der Abriss der Turnhalle sein müsse. Sie wird nur zur Hälfte von der Schule genutzt, vor allem abends sind die Vereine aktiv. "Für mich als Vereinsvorstand kommt eine Schleifung der kleinen Turnhalle nicht infrage", betonte Konrad Großkopf (SPD), der Vorsitzender der SpVgg Zeckern ist. Allein sein Verein hat 40 Einheiten pro Woche gebucht.
Bevor auch deren Abriss beschlossen wird, so modifizierte Nagel den Beschlussvorschlag, soll geprüft werden, was eine Sanierung und energetische Ertüchtigung kostet.
Wie Hamm war auch Thomas Koch (FW) besorgt über die langfristigen finanziellen Auswirkungen dieses großen Vorhabens. Zwar wurde der Haushalt 2015 vom Landratsamt ohne Beanstandungen genehmigt, aber Hemhofen hat sich für das nächste Jahrzehnt viel vorgenommen.

Neues Feuerwehrhaus

Ein großer Posten ist dabei ein neues Feuerwehrhaus. Die Diskussion darüber zieht sich schon Jahre hin, nachdem beide bisherigen Gebäude sanierungsbedürftig sind. Ein Zusammenschluss der aktiven Wehren bahnt sich an, denn untertags sind oft weder in Zeckern noch in Hemhofen genügend Aktive für ein Fahrzeug anwesend. "Aus feuerwehrtechnischen Gründen", so der Hemhofner Kommandant Benedikt Schneider, "ist ein gemeinsames Gebäude sinnvoll." Und zwar auf dem Gelände des Bauhofs.
Diese Alternative wurde Anfang des Jahres entwickelt, nachdem ein Neubau im Zobelstein auf rund 3,9 Millionen Euro kä

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