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Kronach

"Wir befinden wir uns jetzt in einer entscheidenden Phase"

"Als ausgewiesene Industrieregion mit zahlreichen Arbeitsplätzen im produzierenden Bereich ist der Wirtschaftsstandort Kronach in besonderem Maße auf eine l...
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"Als ausgewiesene Industrieregion mit zahlreichen Arbeitsplätzen im produzierenden Bereich ist der Wirtschaftsstandort Kronach in besonderem Maße auf eine leistungsfähige Verkehrsinfrastrukur angewiesen", so der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion (MU), Winfried Lebok, anlässlich der jüngsten Vorstandsitzung der MU in Kronach, in der man sich mit der aktuellen Verkehrsdiskussion befasste. Nur perfekt angebunden könnten sich unsere auf den globalen Märkten agierenden regionalen Unternehmen im internationalen Wettbewerb langfristig behaupten. Der Bedarf an Fachkräften sei groß. Ohne sehr gute Anbindungen an die Autobahn über die B 85/B 173 sei der Fachkräftemangel bereits deutlich spürbar. Auswärts wohnende Fachkräfte seien nicht bereit, im Landkreis Kronach zu arbeiten, so die MU. Und weiter: "Mit der Entscheidung über die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplan bis 2030, die im parlamentarischen Verfahren bis zum Jahresende 2016 fallen wird, befinden wir uns jetzt in einer entscheidenden Phase." Dem Bürger müsse die Anbindung des Landkreises Kronach an das vierstreifige Straßenverkehrsnetz als eine endlose Diskussion vorkommen. Deshalb freut sich die MU, dass es den örtlichen Abgeordneten Hans Michelbach und Jürgen Baumgärtner gelungen sei, die Verbindung Lichtenfels bis Kronach zu 90 Prozent in den Regierungsentwurf des Bundesverkehrswegeplans zu bringen. Auch für Küps müsse eine befriedigende Lösung gefunden werden, damit hier keine Nadelöhr-Situation entstehe, so die Vorstandsmitglieder. Wenn auch die Finanzierung gesichert sei, dann sei doch in den nächsten Jahren mit einer Realisierung der Maßnahmen zu rechnen. Ein eklatanter Nachteil für den Wirtschaftsraum Lichtenfels-Kronach entstehe bei der Fertigstellung der ICE-Neubaustrecke 2018: "Mit der Fertigstellung ist der Wegfall des ICE-Halts Lichtenfels verbunden." Trotz freier Fahrlagen auf der bestehenden Trasse habe die Bahn in ihrer Verkehrsoffensive die Einrichtung der IC-Verbindung Nürnberg - Lichtenfels - Kronach - Jena - Leipzig erst für 2023 angekündigt.


Foderung an die Bahn

Damit werde der Raum Lichtenfels - Kronach bis Thüringen mit derzeitigem Stand für fünf Jahre vom Fernverkehr abgekoppelt. Die Mittelstandsunion fordert hier die Bahn AG auf, die Teilregionen in Oberfranken nicht wegen des Neubaus der ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt schlechter zu stellen. Hier müsse eine zeitnähere Lösung gefunden werden. Hierzu sieht auch die MU Klaus Löffler als den richtigen Mann an der Spitze des Landkreises. Habe er doch beim Ausbau der B 85 zwischen Förtschendorf und Steinbach bewiesen, dass durch Beharrlichkeit und seine Vernetzung zur Staatsregierung Maßnahmen auch schneller als geplant zu realisieren sind. Außerdem sei er ein Mann, dem der Mittelstand und die Unternehmen im Landkreis stets am Herzen lägen. red