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Mühlhausen

Windräder drehen sich profitabel

Die Stimmung in der von rund 120 Gesellschaftern besuchten Versammlung der Bürgerwindenergie Mühlhausen war ausgesprochen positiv, nicht zuletzt, weil trotz...
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Die Stimmung in der von rund 120 Gesellschaftern besuchten Versammlung der Bürgerwindenergie Mühlhausen war ausgesprochen positiv, nicht zuletzt, weil trotz schwacher Windverhältnisse in den vergangenen Jahren die prognostizierte Ausschüttung erneut gehalten werden konnte. "Dies ist auf Grund einer konservativen Planzahlenberechnung zu Beginn des Projekts sowie einer jährlichen Unterschreitung der kalkulierten Kosten möglich", so Geschäftsführer Erich Wust.
2016 produzierten die vier Anlagen bei Mühlhausen über 19 Millionen kWh sauberen Strom. Das entspricht dem Durchschnittsstromverbrauch von rund 5400 Drei-Personen-Haushalten. Die Gemeinde Mühlhausen erzeugt somit das Vielfache des Stromverbrauchs der gesamten Marktgemeinde. Damit wird Mühlhausen zum Windstromexporteur in andere Gemeinden, die noch nicht über ausreichend erneuerbare Stromerzeugungskapazität im eigenen Gemeindegebiet verfügen.
Erich Wust betont, dass mit der regionalen Erzeugung noch nicht der letzte Schritt getan ist, um die Energiewende komplett umsetzen zu können. Wichtig sei auch der Bezug von Grünstrom durch den Verbraucher. Mit dem Grünstromprodukt Regio-Grünstrom könne dieses letzte Puzzleteil zusammen mit der Bürgerwindenergie Mühlhausen umgesetzt und der erzeugte und in das öffentliche Netz eingespeiste Strom zeitgleich vor Ort verbraucht werden. Mit 25,45 Cent/kWh für Mühlhausen liege Regio-Grünstrom deutlich unter dem bundesweit durchschnittlichen Strompreis.
Auf die Frage aus der Runde der Gesellschafter, wie es denn in Bayern mit der Windenergie trotz 10-H-Regelung weiterginge, antwortete Erich Wust: "Die Verantwortung über den weiteren Ausbau liegt nun in den Händen der Gemeinden. Diese können über Bebauungspläne den Weg für neue Windenergie-standorte frei machen. Jeder von uns sollte in seiner Gemeinde die Diskussion darüber anregen, wie und wo zusätzlich ein Beitrag zur Energiewende geleistet werden kann."
Leonore Vogel
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