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Weismain
Aktion 

Wildkräuterkunde und Weiden

Das Frühlingsfest der Umweltstation des Landkreises Lichtenfels im Kastenhof in Weismain gab den Besuchern viele Anregungen. Auch für die Kinder war viel geboten.
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Kinder hatten die Möglichkeit, sich am Flechten von Weiden zu versuchen. Fotos: Roland Dietz
Kinder hatten die Möglichkeit, sich am Flechten von Weiden zu versuchen. Fotos: Roland Dietz
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Was kann's schöneres geben, als bei strahlendem Sonnenschein ein paar Stunden beim Frühlingsfest der Umweltstation Weismain im Kastenhof zu verbringen. Und das hatten sich bestimmt viele Hundert Besucher gedacht, die gekommen waren. Bereits von weitem wurde klar, dass es wieder kulinarisch heimatliche Genüsse für das leibliche Wohl geben wird. Ein verführerischer Duft von frischem Streuselkirschkuchen hatte sich über das Areal gelegt, ebenso der Geruch von frisch gegrillten Lamm-Bratwürsten, der die Gäste begrüßte.
So war das kleine Backofenhaus ständig in Betrieb, um zum Nachmittagskaffee den selbst hergestellten Kuchen den Besuchern zu kredenzen. Wer sich nicht als "Kaffeetante" fühlte, war bei "Weißem Käs" aus eigener Herstellung genau richtig. Dazu ein frisches Bier vom Fass aus der heimischen Brauerei, schon war er fertig, der früh nachmittägliche Dämmerschoppen. Auch Landrat Christian Meißner und der Zweite Bürgermeister Weismains, Hans Schott, nahmen die Angebote wohlwollend wahr.
Eine Augenweide waren beim Stand des weißen Käses die dazu gereichten zahlreichen Kräuter. Kerstin Schmidt von der Umweltstation und Kräuterexpertin Karin Braun hatten sich wieder einiges einfallen lassen. Probieren sie doch mal den "Kuhblumen-Bohna-Salat". Dieser ist aus Löwenzahnstielen und ist nicht wie im Volksmund oft beschrieben giftig. Dieser Salat, der mit Kräuteressig angesetzt wurde, schmeckt würzig und delikat.


Alles andere als Unkraut

Zahlreiche Kräuter konnte man zum Weißen Käs probieren. Schnell wird den Testern klar, dass der Slogan der Umweltstation "Wild und gut" völlig richtig ist. Leider führen Wildkräuter und auch Wildobst ein Schattendasein und werden als Unkraut verschrien, weiß die Expertin. Und doch steckt in ihnen viel mehr. Je nach Pflanze sind sie meist sehr schmackhaft oder geben eine besondere Würze. Auch als Gemüse oder leckere Konfitüre sind sie eine willkommene Abwechslung auf dem Tisch. Wildkräuter besitzen teilweise auch Heilkraft. Wer alte Rezepturen daheim hat oder Großmütter kennt, die Wissen darüber haben, kann sich mit der Umweltstation gerne in Verbindung setzen, um zu helfen, eine Broschüre darüber zu erstellen.
Probiert werden konnten Lungenkraut, Knoblauchsrauke, Sauerampfer, Postelein, Vogelmiere oder Giersch. Etwas besonderes auch der Löwenzahnblütenlikör. Dazu werden nur die inneren Blüten der Löwenzahnknospe verwendet, erklärt die Expertin. Kreisfachberater Michael Stromer gab zahlreiche Tipps zur Pflanzung, Pflege, Schneiden und Veredelung von Obstbäumen. Eine besondere Attraktion für die Kinder war die Strohburg, auf der die Jüngsten unbeschwert herumtollen konnten. Kinder, die ihre Fingerfertigkeit testen wollten, waren beim Weidenflechten richtig.
Und nach kurzer Zeit hatten sie kleine Körbe oder Weidenampeln gefertigt und zeigten stolz ihr Werk. Versucht werden konnte im Kastenhof auch die Fahrt auf einem Liegefahrrad von Günter Seidel.

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