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Wiesenttal

Wiesenttaler wollen lieber einen Aussichtsturm statt eine Blockhütte

Die Nützelmühle in Draisendorf strukturiert sich durch diverse Bauwerke um. Entsprechende Baupläne passierten bereits den Marktgemeinderat. Müllermeister Ma...
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Die Nützelmühle in Draisendorf strukturiert sich durch diverse Bauwerke um. Entsprechende Baupläne passierten bereits den Marktgemeinderat. Müllermeister Matthias Nützel und sein Team haben sich auf die Feinmahlung für Spezialprodukte spezialisiert. Dazu vermahlen sie nicht nur Roggen, Weizen und Dinkel, sondern auch Malz in einer speziellen Mühle.
Zu diesen besonderen Einrichtungen gehört auch eine Anlage zum Getreiderösten. Dieses Vorhaben lag in der jüngsten Sitzung dem Ratsgremium zur Stellungnahme nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vor. Der Nützelmüller errichtet eine Röstmaschine und eine thermische Nachbereitungsanlage in den bestehenden Gebäuden. In einem kontinuierlich überwachten Prozess laufen ein Trommelröster und ein Röstgutkühler, um darin trockenes Getreide, gedarrtes Malz, aber auch Grünmalz weiterzuzubereiten. Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt.


Thema bei Ortstermin

"Auch hier dürfen wir nur wünschen und nicht selber entscheiden", rief Bürgermeister Helmut Taut (FW) den nächsten Tagesordnungspunkt auf. In der Nähe der Schönsteinhöhle steht ein Unterstand der Staatsforsten, der in die Jahre gekommen ist. Er soll erneuert werden. Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz fragte an, ob die offene Blockhütte am selben Platz bleiben soll. Wie beim ersten Bau übernimmt der Forst 90 Prozent der Kosten. Die Hütte wird nicht sonderlich genutzt, stellten die Einheimischen fest, denn die meisten Wanderer gehen unmittelbar durch den Wald zur Schönsteinhöhle. Die Wiesenttaler finden die Hütte an der Stelle nicht so gut. Sie befürchten einen Anziehungspunkt für Festivitäten, wie es Zweiter Bürgermeister Gerhard Kraus (BGS) formulierte.
Da etliche Räte vom Baumwipfelpfad bei Ebrach begeistert sind, könnten sie sich anstelle der Hütte einen Aussichtsturm auf der Guckhüll - vergleichbar dem Forstbau auf dem Hohen Kreuz - vorstellen. Der Blick, so Kraus weiter, reicht von dort bis Erlangen und Nürnberg und der Wanderweg wird viel begangen. Der Wunsch wird demnächst bei einem Ortstermin besprochen werden.


Biker drehen Sonntagmorgen auf

In bestimmten Bikerkreisen ist die Mode ausgebrochen, am Sonntag in aller früh laute Maschinen just auf der Umgehung von Muggendorf hochzudrehen. Bei Tempo 160 oder 180 ist das eine erhebliche Lärmbelästigung, noch dazu in einem anerkannten Luftkurort. Der Bürgermeister fragte deshalb schon nach einer stationären Tempo-Messstation nach, wurde aber abschlägig beschieden, da solche Geräte in Bayern im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht aufgestellt werden dürfen. Deshalb will man bei der Polizei nach dem Einsatz einer mobilen Messanlage fragen. Ob nicht eine Fahrzeugkontrolle wirksamer sei, wurde gefragt. Das verneinte der Zweite Bürgermeister, selbst ein Motorradfahrer. Serienmaschinen würde man nicht bis Wohlmannsgesees hören. Die lauten hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine sogenannten Klappenauspuff, das heißt mit einer Regelungsmechanik, die bei Kontrollen einen ordnungsgemäßen Zustand mit geringen Fahrgeräuschen vortäuscht. Da die polizeilichen Kontrollen im Bushäuschen an der B 470 in Streitberg sehr erfolgreich waren, will der Rat einstimmig auch Tempokontrollen auf der Umgehungsstraße.

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