Herzogenaurach

Wiederholen die TSH-Damen ihren Überraschungserfolg?

Am morgigen Sonntag starten die Bayernliga- Handballerinnen der TS Herzogenaurach in der Sporthalle des Gymnasiums in die Saison 2016/17. Gegner ist um 14.3...
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Am morgigen Sonntag starten die Bayernliga- Handballerinnen der TS Herzogenaurach in der Sporthalle des Gymnasiums in die Saison 2016/17. Gegner ist um 14.30 Uhr der langjährige Rivale TSV Ismaning, der in den zurückliegenden Spielzeiten stets mit modernem und technisch anspruchsvollem Handball zu überzeugen wusste.

TS Herzogenaurach -
TSV Ismaning
Die Gastgeberinnen waren über viele Wochen hinweg mit großem Trainingsaufwand bei meist tropischer Hitze bestrebt, so gut wie möglich vorbereitet in die - auch personell - neue Saison zu starten. Gerade im physischen Bereich wurde viel Aufwand betrieben und die bisherigen Eindrücke in Trainingsspielen sowie bei den Pokalaufgaben machen durchaus zuversichtlich, dass die Mannschaft so intensiv vorbereitet wie lange nicht mehr an den Start geht.
Zwar trüben einige personelle Ausfälle das Konzept von Trainer Hans-Jürgen Kästl gerade zum Auftakt, wodurch er etwas improvisieren muss, doch das will er am Sonntag nicht als Entschuldigung gelten lassen. Die Gäste haben bislang fast immer in Herzogenaurach spielerisch überzeugt und sich auch mit selbstverständlicher Fairness präsentiert. Zwischenzeitlich schaffte Ismaning den Aufstieg in die Regionalliga, wo der TSV jedoch vor allem physisch unterlegen war und nach einer Saison wieder abstieg.
Dies änderte aber nichts an dem schier unerschöpflichen Reservoir talentierter Eigengewächse, das den Kern des Bayernligisten aus dem Münchner Vorort bildet. Der TSV zählte jahrelang zu den Meisterschaftsfavoriten, allerdings scheint der Aufwärtstrend der früheren Jahre ins Stocken geraten zu sein, nicht zuletzt wegen der nahen Konkurrenz des Regionalligisten aus Gröbenzell, der immer wieder "anziehend" auf Ismaninger Topspielerinnen wirkt.
In der vergangenen Saison belegten die Oberbayern vor der TSH den fünften Platz, was sicherlich nicht das Anspruchsdenken der zuvor regelmäßig um den Aufstieg kämpfenden Mannschaft ist. Dessen ungeachtet verfolgt das Team auch heuer konsequent den Einbau eigener Nachwuchskräfte. Die A-Jugend ist immerhin in der Bundesliga vertreten und wird das Frauenteam regelmäßig ergänzen.


Mittelheissers Stern ging auf

Die Begegnungen der beiden Mannschaften waren stets von flottem und meist anspruchsvollem Niveau geprägt. Die Herzogenauracher erinnern sich noch an die Galavorstellung vor wenigen Monaten, als sie mit damals gewohntem Miniaufgebot den Favoriten mit 31:25 bezwangen. Vor allem Carole Mittelheisser erlebte eine "Sternstunde" - nicht nur wegen ihrer sieben Treffer. Sie aber wird am Sonntag verletzungsbedingt ebenso fehlen wie Steffi Mittasch, die verhinderte Nina Bestle und Rekonvaleszentin Vicky Egle. Auch der Einsatz von Lena Mergner steht nicht fest.
Dennoch sieht Kästl seine Mannschaft sehr gut aufgestellt. Die vier jungen Zugänge überzeugen bislang. Zudem weiß er um die nachhaltige Stärkung seiner Defensive dank der Rückkehr von Martina Ebersberger zwischen die Pfosten. Selbst die Besetzung der Spielmacher-Position ist nicht mehr ganz so problematisch: Bei den Pokalsiegen in Kitzingen am vergangenen Wochenende gefielen sowohl Sarah Stephan als auch Amelie Theobald. Zudem steht Jugend-Nationalspielerin Saskia Probst wieder zur Verfügung, die zuletzt mit ihrem Jugend-Bundesligateam aus Stadeln in zwei Spielen 21 Mal erfolgreich war.
Vor dem Punktspielauftakt vor heimischem Publikum ist der Coach verhalten optimistisch. "Trotz des nicht kompletten Kaders rechnen wir uns gute Chancen aus gegen eine enorm offensiv agierende und talentierte Mannschaft aus Ismaning", sagt Kästl.

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