Rothenkirchen
Kreisklasse 4 

Wiederaufstieg hat viele Väter

Die SG Rothenkirchen hat souverän die Meisterschaft geholt und kehrt nach nur einem Jahr in die Kreisliga zurück.
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Ausgelassen feierten Spieler, Zuschauer und das Trainerteam nach dem 4:1-Erfolg gegen den SC Steinbach die Meisterschaft und damit die sofortige Rückkehr in die Kreisliga. Foto: Herbert Kalb
Ausgelassen feierten Spieler, Zuschauer und das Trainerteam nach dem 4:1-Erfolg gegen den SC Steinbach die Meisterschaft und damit die sofortige Rückkehr in die Kreisliga. Foto: Herbert Kalb
Hartmut NEUBAUER

Mit einer imponierenden Rückrunde hat die SG Rothenkirchen den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga geschafft. Schon nach der ersten Halbserie lag die Mannschaft von Trainer Jochen Brandl gut im Rennen. Dass sie dann längere Zeit nicht an der Tabellenspitze auftauchte, lag an den vielen Nachholspielen, die noch zu bestreiten waren. Diese Aufgaben löste die Spielgemeinschaft, die erst zu Saisonbeginn ins Leben gerufen worden war, mit Bravour.
"Nach dem Abstieg waren wir im Umbruch begriffen", blickt Vorsitzender Christian Haderlein von der Sportvereinigung Rothenkirchen zurück. "Die Zusammenarbeit mit dem FC Pressig musste intensiviert werden, wir hatten nach vielen Jahren einen neuen Trainer und mussten einige Abgänge verkraften." Dass angesichts dieser Herausforderungen die Meisterschaft gelingen würde, hatte auch er nicht gedacht.
Es habe einfach alles gut gepasst, fasst er die Saison in wenigen Worten zusammen. "Wir sind als Einheit aufgetreten und waren konditionell gut aufgestellt, was wir nicht zuletzt in der Schlussphase der Saison unter Beweis gestellt haben", sagt er, weiß aber auch, dass "wir öfters auch das nötige Quäntchen Glück gehabt haben.
Die Spielgemeinschaft mit dem FC Pressig hat sich in seinen Augen auch dadurch bezahlt gemacht, dass die Trainingsbeteiligung gesteigert werden konnte und dass einige Akteure der Pressiger in der Kreisklasse mitwirken konnten. Besonders Stefan Böhnlein erwies sich als große Verstärkung, aber auch der lange verletzte Alex Gratzer hatte zuletzt seine Einsätze.


Gerd Gehring ist neuer Trainer

Einen sehr großen Verdienst an der Meisterschaft hat seiner Überzeugung nach das Trainerteam mit Jochen Brandl und Stefan Heinlein. Um so mehr bedauert er, dass Jochen Brandl sein Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr ausüben kann. "Wir sind ihm für seine Arbeit sehr dankbar und hätten gerne mit ihm weiter gemacht. Besonders zu den junge Spielern hatte er immer einen guten Draht, aber das wussten wir von seiner Arbeit als Jugendtrainer."
Die Nachfolgefrage ist mittlerweile auch geklärt. Neuer Trainer wird Gerd Gehring, der in Brauersdorf wohnt und dem Verein schon länger eng verbunden ist. "Er war ein sehr guter Spieler und hat in Wilhelmsthal gezeigt, dass er auch als Trainer gute Arbeit leistet", sagt Christian Haderlein.
Zugänge stehen bislang noch keine fest, aber der Vorsitzende weiß natürlich, dass sich die Mannschaft eigentlich verstärken müsste, wenn sie in der Kreisliga eine gute Rolle spielen will. "Da werden wir von Anfang an gegen den Abstieg spielen, aber das ist angesichts der starken Gegner normal." Vermissen wird er dann allerdings die vielen Nachbarderbys in der Kreisklasse, die die abgelaufene Saison sehr interessant gemacht hätten.
Verzichten müssen die Rothenkirchener künftig auch auf Adrian Spindler, der nach acht Jahren zu seinem Heimatverein TSV Tettau zurückkehrt. Er wurde zusammen mit Routinier Norbert Neubauer, der sich ebenfalls seit längerem im Verein intensiv eingebracht hat und nun seine Fußballschuhe an den Nagel hängen will, vor dem letzten Kreisklassen-Spiel gebührend verabschiedet.
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