Kulmbach

Wie sich Frauen gegen sexuelle Übergriffe wehren können

Die schlimme Silvesternacht in Köln mit den sexistischen Übergriffen ist bei vielen Frauen immer noch präsent. Der Kauf von Pfeffersprays nimmt seitdem zu, ...
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Wie man sich bei einem körperlichen Angriff richtig wehrt, lernten die Teilnehmer unter Anleitung von Oliver Gack (rechts). Foto: Horst Wunner
Wie man sich bei einem körperlichen Angriff richtig wehrt, lernten die Teilnehmer unter Anleitung von Oliver Gack (rechts). Foto: Horst Wunner
Die schlimme Silvesternacht in Köln mit den sexistischen Übergriffen ist bei vielen Frauen immer noch präsent. Der Kauf von Pfeffersprays nimmt seitdem zu, es gibt aber noch andere Möglichkeiten, auf Übergriffen vorbereitet zu sein.
Daher hat der Kreis Kulmbach der Oberfränkische Sportjugend (OSJ) im Bayerischen Landessportverband ehrenamtliche Jugendleiter zu einem Lehrgang eingeladen, um die wichtigsten relevanten Rechtsbestimmungen und ein Grundwissen über die Selbstverteidigung zu vermitteln. Fast einen ganzen Tag lang lernten 16 Sportmitarbeiter aus dem Umkreis in der Werner- Grampp-Schule , wie effektive Techniken einzusetzen sind und welche Hilfsmittel man zur Abwehr nutzen kann.
Der bekannte All- Style- Karatelehrer Oliver Gack, ausgestattet mit dem 8. Meistergrad, war genau der richtige Mann, um die Teilnehmer entsprechend zu schulen. Er brachte leicht verständlich und mit viel Fachwissen die nötigen Griffe und Begriffe bei. "Die jungen Leute haben sich richtig reingehängt, waren mit vollem Eifer dabei, die realistischen Techniken zu verinnerlichen". Vor allem die Aspekte im Umgang mit Pfeffersprays und anderen Hilfsmitteln wie Autoschlüssel, Haarbürste oder Kugelschreiber wurden verdeutlicht.
Die Triathletin und Schwimmerin des ATS Kulmbach, Raphaela Titus, ist noch ein bisschen außer Atem, als sie eine Übung beendet. "Mir hat der Kurs einiges gebracht, Prävention ist gut, man weiß nie, was auf einen zukommt". Pfefferspray habe sie bisher nicht gekauft, Kulmbach sei ja eher friedlich, da habe man weniger Angst, allein unterwegs zu sein. Aber in größeren Städten würden sich solche Gefahren schon bemerkbar machen.
Den Lehrgang organisierte Helmut Bauer von der Kulmbacher Sportjugend zusammen mit den Jugendsprechern Maria Stübinger und Patrick Foerster. "Der Tag war erfolgreich", sagte Bauer, "wir werden wieder ein ähnliches Projekt anbieten, weil auch Oliver Gack schnell Zugang zum interessierten Personenkreis gefunden hat". h.w.

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