Ebensfeld

Wie geht man mit den Bäumen um?

Sitzung  In Ebensfeld will man sich Gedanken machen, was mit dem Grün in den Straßen passieren soll. Dabei muss man auf viele Interessen achten.
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von unserem Redaktionsmitglied 
Tobias Kindermann

Ebensfeld — Austauschen, zurückschneiden, ganz beseitigen - die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses standen diskutierend in der Hadergasse in Ebensfeld, um sich vor Ort ein Bild machen zu können.
Die Ahornbäume, die hier seit langem stehen, sind inzwischen recht groß geworden. Den Anrainern der Straße flattert das gemeindeeigene Laub in den Garten, außerdem muss das Lichtprofil erhalten bleiben.
Baum sein im Ort ist keine einfache Aufgabe. Man darf nicht zu groß werden, einige mögen den Anblick und andere meinen, es genügt der Baum, der im eigenen Garten steht. Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) zählte viele Punkte auf, die ihn teilweise von Bürgern erreichen - oder eben auf gesetzlichen Vorschriften beruhen.
Wie in der Hadergasse gibt es an vielen Stellen im Gemeindegebiet von Ebensfeld Situationen, die geklärt werden sollten. Den Ortstermin nahm deshalb der Bauausschuss zum Anlass, das Problem flächendeckend anzugehen: Man will schauen, wie man individuelle Lösungen findet und eine Art Verzeichnis erstellen, das auch vor dem Hintergrund, in vergleichbaren Fällen einheitlich zu handeln. Ein Grundsatz, der aber überall gelten wird: Wenn ein Baum gefällt wird, pflanzt die Gemeinde zwei neue, auch wenn also vor Ort ein großer alter Baum durch einen jungen kleinen ersetzt wird, kommt an anderer Stelle ein weiteres Exemplar hinzu.
Dass dies ein komplexes Thema ist, wurde schon in der Hadergasse deutlich: Von fällen und nicht ersetzen bis hin zu "lassen wie es ist" reichte die Bandbreite der Vorstellungen. Doch weder das eine noch das andere wird es wohl werden. Zurückschneiden muss man sie, um das Lichtraumprofil zu erhalten, eventuell versucht man auch, ein Exemplar im Ganzen stärker zurückzuschneiden, um zu sehen, wie der Ahorn darauf reagiert.
Unter den Bauvoranfragen und Bauanträgen hatte in dieser Sitzung nur einer allgemeine Bedeutung: Die Firma Raab stellte den Antrag, in einer Wohnung in dem neu errichteten Haus an der Hauptstraße ein Büro einrichten zu dürfen. Was steckt dahinter? Ebensfeld könnte eine Logopädiepraxis bekommen - geführt von einer Ebensfelderin, die wieder in den Ort zurückkehrt.
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