Bamberg

Wie der Unterricht von morgen aussieht

Bamberg — An den beiden Bamberger Berufsschulen II und III in der Dr.-von-Schmitt-Straße fand eine regionale Lehrerfortbildung zum Thema "Mobiles Lernen - Tablets im Unterricht" st...
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Bamberg — An den beiden Bamberger Berufsschulen II und III in der Dr.-von-Schmitt-Straße fand eine regionale Lehrerfortbildung zum Thema "Mobiles Lernen - Tablets im Unterricht" statt. In 14 Workshops und Vorträgen konnten sich rund 100 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schularten über die neuesten Methoden und Einsatzmöglichkeiten von iPads & Co an Schulen informieren und auch praktisch erproben.
Die verschiedensten Themen konzentrierten sich dabei nicht nur auf die technischen Bedingungen, wie man kabellos unterrichten, recherchieren und präsentieren kann. Im Vordergrund stand der Einblick in einen Unterricht der Zukunft, der ohne größeren Aufwand schon heute schulischer Alltag sein könnte. So zeigten Barbara Charames und Andrea Weber gemeinsam mit ihren Schülern der Heidelsteigschule an praktischen Beispielen, wie man mit iPads und der digitalen Lernplattform "Mebis" die modernen Lehr- und Lernmethoden im Unterricht nutzen kann. In weiteren Workshops konnten Lehrkräfte von Realschulen und Gymnasien aufzeigen, welchen Mehrwert Tablets im Fremdsprachenunterricht oder als Mess- und Forschungsinstrument im naturwissenschaftlichen Unterricht besitzen. Welche Programme sich für einen tabletunterstützten Unterricht eignen, wie Lehrer eigene digitale Schulbücher für ihren Unterricht gestalten oder das iPad als digitale Schultafel nutzen können.

Verein für Medienbildung

Für das Aufzeichnen und Archivieren der Fortbildungsinhalte hatte man sich eine ganz besondere Form ausgedacht. Auszubildende der Fachrichtung Mediengestaltung protokollierten die Workshop-Inhalte mit Hilfe der Methode des "Graphic Recording". Dabei wurden die Vortragsinhalte zeitgleich durch Skizzen grafisch festgehalten. Alle so erstellten Plakate wurden zum Abschluss der Veranstaltung im Filmsaal der Berufsschule III ausgestellt und dokumentierten, wie viel neues Wissen die Lehrkräfte an diesem Tag erworben hatten.
Zu Beginn der Veranstaltung wies Udo Kegelmann, Berufsschullehrer und Lehrbeauftragter für mobiles Lernen an der Universität Bamberg, in seinem Impulsvortrag auf die Chancen des Tablet-Einsatzes für eine neue Form lebendigen Lernens an Schulen hin. Um eine moderne Medienbildung an den oberfränkischen Schulen nachhaltig zu erreichen, komme es in Zukunft vermehrt auf den kollegialen Erfahrungsaustausch durch regionale Fortbildungen und Bildungspartnerschaften an. So soll schon demnächst ein "Förderverein für Medienbildung in Oberfranken" gegründet werden, der als Kommunikationspartner zwischen Schulen, Wirtschaft und Politik den langfristigen Ausbau der Infrastruktur und die Weiterbildungsmöglichkeiten in der regionalen Medienbildung vorantreibt. red





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