Strullendorf

Wider die Falschparker und Raser

Strullendorf — Mit knappen Mehrheiten (10:9 und 12:7) entschloss sich der Gemeinderat, die kommunale Verkehrsüberwachung fortzusetzen. Park- und Temposünder müssen also weiterhin d...
Artikel drucken Artikel einbetten
Strullendorf — Mit knappen Mehrheiten (10:9 und 12:7) entschloss sich der Gemeinderat, die kommunale Verkehrsüberwachung fortzusetzen. Park- und Temposünder müssen also weiterhin damit rechnen, dass sie zur Kasse gebeten werden.
Pfründe erwachsen der Gemeinde daraus allerdings nicht: Die kommunale Verkehrsüberwachung ist für Strullendorf mit einem Defizit von rund 9000 Euro pro Jahr verbunden. Gleichwohl möchte Alexander Pfister (Bürgerblock) den erzieherischen Effekt nicht missen, während es Andreas Kehl (Neue Liste) als fragwürdig empfand, dass sich durch die Verkehrsüberwachung nichts Entscheidendes geändert habe. Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) bestätigte, dass etwa die Parkmoral nicht besser geworden sei. Pro Monat 20 Stunden Einsatz der Kontrolleure sind offenbar nicht ausreichend.

Verlängerung für ein Jahr

Christian Beickert (SPD) warnte, allem freien Lauf zu lassen; dann würden bald wieder beklagenswerte Zustände auf den Straßen und Plätzen Strullendorfs herrschen. Denn dass die Polizei nach dem Rechten schaue, sei kaum zu erwarten. Dass es um die Verkehrsmoral geschehen sei, wenn Kontrollen nicht mehr befürchtet werden müssten, gab auch Zweiter Bürgermeister Ludwig Werner (Bürgerblock) zu bedenken. Am Ende wurde beschlossen, den Vertrag über die kommunale Verkehrsüberwachung um ein Jahr zu verlängern.
Der Gedanke daran, ein eigenes System einzurichten, wurde schnell wieder verworfen: Eine separate Verkehrsbehörde einzurichten und zu betreiben, käme unverhältnismäßig teuer. wb

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren