Lautertal

Werner Kaiser trat schon vor 70 Jahren in den VdK ein

Aus dem gesellschaftlichen Leben ist der Sozialverband VdK nicht mehr wegzudenken. Seit nunmehr 70 Jahren setzt er sich für sozial benachteiligte Menschen e...
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Seit der Gründung vor 70 Jahren hält Werner Kaiser (Mitte) dem Sozialverband VdK die Treue. Respekt zollten dem Jubilar Ortsvereinsvorsitzender Klaus Blumberg, Lautertals Bürgermeister Sebastian Straubel und Uli Kaiser (VdK OV Lautergrund, von rechts).  Foto: Martin Rebhan
Seit der Gründung vor 70 Jahren hält Werner Kaiser (Mitte) dem Sozialverband VdK die Treue. Respekt zollten dem Jubilar Ortsvereinsvorsitzender Klaus Blumberg, Lautertals Bürgermeister Sebastian Straubel und Uli Kaiser (VdK OV Lautergrund, von rechts). Foto: Martin Rebhan
Aus dem gesellschaftlichen Leben ist der Sozialverband VdK nicht mehr wegzudenken. Seit nunmehr 70 Jahren setzt er sich für sozial benachteiligte Menschen ein und kämpft für deren Rechte.
Dass der Verband auf eine erfolgreiche Geschichte blicken kann, ist vor allem seinen Mitgliedern geschuldet, die die Idee des VdK verinnerlichten. Einer von ihnen ist Werner Kaiser, den man als "Mann der ersten Stunde" bezeichnen kann. Ein halbes Jahr, nachdem der VdK im Dezember 1946 in München gegründet worden war, trat der damals in Unterlauter lebende Werner Kaiser in die Organisation ein und blieb dem VdK bis heute treu. Am 1. Juli jährte sich sein damaliger Entschluss zum 70. Mal. Dieses bei weitem nicht alltägliche Jubiläum war für den VdK-Ortsverbandsvorsitzenden Klaus Blumberg und Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) Grund genug, den Jubilar in seinem neuen Domizil im Seniorenzentrum in Wildenheid aufzusuchen und ihn für seine Treue zum VdK zu ehren.


Prothese bezahlte die Kirche

Auf seine Intention angesprochen, warum er 1947 dem VdK beigetreten sei, erklärte Werner Kaiser, dass er als Kriegsversehrter am eigenen Leib habe erfahren müssen, was es heißt, wenn sich von staatlicher Seite keiner um die Sorgen und Nöte von behinderten Menschen kümmere. "Meine erste Beinprothese hat mir die Kirche bezahlt", erinnert sich der 92-jährige. In Lautertal war er von Anfang an dabei, da der dortige Ortsverband erst zwei Monate nach dem Eintritt von Werner Kaiser gegründet wurde. "Treffpunkt war für uns damals das Gasthaus Sensenhammer in Oberlauter, Beratungsgespräche wurden daheim im Wohnzimmer durchgeführt", erinnert sich der Jubilar an die erste Zeit des Ortsverbandes. Auch stellte Werner Kaiser fest: "Die Menschen haben früher mehr zusammengehalten und sich gegenseitig geholfen." Klaus Blumberg zollte dem Jubilar seinen höchsten Respekt, nicht nur, weil dieser seit 70 Jahren dem VdK die Treue hält, sondern auch dafür, dass Werner Kaiser über 30 Jahre bis in das Jahr 2005 als Kassier des Ortsverbandes tätig war. Den Jubilar bezeichnete Sebastian Straubel als einen Grundpfeiler des VdK-Ortsverbandes. Straubel sagte an Werner Kaiser gewandt: "Den Ortsverband gäbe es vielleicht gar nicht, wenn es Sie nicht geben würde." Im Namen des VdK-Landesverbandes konnte Klaus Blumberg das neu geschaffene Treueabzeichen in Gold an Werner Kaiser verleihen. mr
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