Neuenmarkt

Werkstatt soll Region bereichern

Die Diakonie Neuendettelsau kaufte Grundstücke im Gewerbegebiet "Wirsberger Straße". Dort entsteht bald eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Eine Bereicherung für die Region, glaubt Bürgermeister Siegfried Decker.
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Auf dem Areal im Anschluss des Fruchthofes soll künftig die Werkstatt für behinderte Menschen und die Förderstätte entstehen.  Foto: Werner Reißaus
Auf dem Areal im Anschluss des Fruchthofes soll künftig die Werkstatt für behinderte Menschen und die Förderstätte entstehen. Foto: Werner Reißaus
In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates Neuenmarkt gab Bürgermeister Siegfried Decker (NG) den Verkauf der gemeindlichen Grundstücke im Gewerbegebiet "Wirsberger Straße" an die Diakonie Neuendettelsau bekannt.
"Der Beschluss ist bereits erfolgreich umgesetzt und ich bin stolz auf die Ansiedlung der Werkstatt für Menschen mit Behinderung und der angegliederten Förderstätte. Das ist ein schöner Erfolg für Neuenmarkt. Etwa 290 Arbeitsplätze und eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe bedeuten einen enormen Schub für die Entwicklung unserer Gemeinde", sagte er und fügte an, dass die Werkstatt für Menschen mit Behinderung mit den individuellen Arbeits- und Ausbildungsplätzen in verschiedenen Berufsfeldern in das Gewerbegebiet passe.


Eine gemeinsame Region

"Dort sind Metallverarbeitung, Schreinerei, Montage, Konfektionierung, Versand, Dienstleistungen, Fuhrpark und andere Regiebetriebe angesiedelt. " Wie Bürgermeister Siegfried Decker weiter ausführte, war seiner Meinung nach die Entscheidung der Diakonie Neuendettelsau keine Entscheidung für oder gegen eine Gemeinde, sondern eine Entscheidung für die gemeinsame Region Neuenmarkt-Wirsberg-Himmelkron.
"Das Wichtigste ist, dass die Einrichtung bei uns bleibt. Die Standortentscheidung zeigt auch die gemeindeübergreifenden Vernetzungen. Deshalb werden wir unsere gemeinsamen Bemühungen um die Einstufung zu einem Mehrfachmittelzentrum im Bayerischen Landesentwicklungsprogramm nicht aufgeben. Die Zusammenarbeit in der kommunalen Entwicklungsgemeinschaft Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland wird durch die Einstellung eines Regionalmanagers noch weiter gefördert. Unser Ziel ist, die interkommunale Partnerschaft noch stärker zu machen."
Bürgermeister Decker dankte der Diakonie Neuendettelsau, dass sie sich weiterhin für die Region entschieden hat, und die Gemeinde Neuenmarkt wird die Diakonie bei der Realisierung ihrer Pläne nach Kräften unterstützen.


Spielgerät für 13 000 Euro

Runde 13 000 Euro gibt die Gemeinde Neuenmarkt für die Anschaffung einer großen Spielkombination am Kinderspielplatz "Klostersteig" aus, die im unmittelbaren Bereich der Kindertagesstätte liegt. Zur Aufstellung wird auch eine Teilfläche der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde benötigt, die dazu auch ihre Bereitschaft signalisiert hat.
Bürgermeister Siegfried Decker: "Wir hatten mit dem Piratenschiff ein Spielgerät, das aber verbraucht ist und abgebaut werden musste, und mit dem attraktiven Kombi-Spielgerät wollen wir die Kinder wieder anziehen." Die Fläche, auf dem das Spielgerät aufgestellt wird, soll erstmals bekiest werden.
Mit dem Erlass der Einbeziehungssatzung "Gärtnerei Degen" schafft die Gemeinde Neuenmarkt ein weiteres Baurecht für fünf Wohnhäuser mit Garagen auf den Grundstücken der Gärtnerei. Erschlossen werden die Grundstücke über die Garten- und Jahnstraße. Wie Bürgermeister Siegfried Decker erfreut feststellte, sind bereits drei feste Bauinteressenten - es handelt sich um junge Familien - vorgemerkt.
Die vorgebrachten Anregungen der Träger öffentlicher Belange werden von der Architektin Anke Johanna Lautner, Bayreuth, in der Einbeziehungssatzung vor allem hinsichtlich des Schallschutzes zur Bahnlinie berücksichtigt. Auch die Erschließung mit Abwasser und Wasser ist ausreichend gesichert und auf die Gemeindewerke kommen keine zusätzlichen Ausgaben zu.
Die innere Erschließung der fünf Baugrundstücke erfolgt durch Privatwege. Für die Einstellung des kreiseigenen Verkehrssicherungsanhängers im Feuerwehrgerätehaus Neuenmarkt wird eine Nutzungsvereinbarung mit dem Landkreis Kulmbach abgeschlossen.


Eine unentgeltliche Nutzung

Danach erfolgt die Nutzung für die Feuerwehr Neuenmarkt unentgeltlich. Die Kosten für die Beschaffung, den Betrieb und für den laufenden Unterhalt trägt der Landkreis. Gemeinderat Gernot Kintzel (CSU-WG) hielt es für notwendig, dass in die Vereinbarung auch mögliche Reparaturkosten aufzunehmen sind, die auch vom Landkreis Kulmbach zu tragen wären. Die Bekanntgabe der Niederschrift über die örtliche Prüfung der Jahresrechnung der Gemeinde Neuenmarkt und der Gemeindewerke Neuenmarkt für das Rechnungsjahr 2015 wurde vom Gemeinderat ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.
Die vorgebrachten Anregungen werden, wie Kämmerin Lisa Schoberth bekanntgab, künftig berücksichtigt. Was die Prüfung der externen Buchführungskosten für die Gemeindewerke angeht, werden zum Vergleich Kostenangebote eingeholt und dem Gemeinderat vorgelegt.

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