LKR Coburg

Wenn die Fleischer zusammenhalten, ist alles machbar

Mit dem Stiftungsfest pflegen die Mitglieder des Fleischervereins 1888 gleichzeitig die Kameradschaft und Geselligkeit. Mittlerweile wurde das 129. Stiftung...
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Ehrungen bei der Fleischerinnung (von links): Frank Fechter, Rainer Ultsch, Martin Morgenroth, Sandra Melzer, Klaus Dietz, Hanns Häfner, Marco Frommholz, Rainer Rieß, Willlfried Sommer, Thomas Flurschütz, Andreas Ultsch  Foto: Alexandra Kemnitzer
Ehrungen bei der Fleischerinnung (von links): Frank Fechter, Rainer Ultsch, Martin Morgenroth, Sandra Melzer, Klaus Dietz, Hanns Häfner, Marco Frommholz, Rainer Rieß, Willlfried Sommer, Thomas Flurschütz, Andreas Ultsch Foto: Alexandra Kemnitzer
Mit dem Stiftungsfest pflegen die Mitglieder des Fleischervereins 1888 gleichzeitig die Kameradschaft und Geselligkeit. Mittlerweile wurde das 129. Stiftungsfest zelebriert. Vorsitzender Thomas Flurschütz sagte: "Ist unser Kreis auch merklich kleiner, als er vor Jahren einmal war, so muss doch unsere Losung lauten: Zusammenhalt, das ist doch klar."
Er machte deutlich, dass zwar viel gekauft werden könne, aber eine verlässliche Freundschaft, wie sie die Mitglieder des Fleischervereins pflegen, mit Geld nicht zu bezahlen sei. Er rief dazu auf, sich gegenseitig zu unterstützen. Dies hat sich auch der Verein auf die Fahnen geschrieben und veranstaltet daher eine sportliche Benefizveranstaltung zugunsten krebskranker Kinder im Juli.
Unter anderem werden Sportvereine sowie die beiden Innungen der Fleischer und Bäcker mit von der Partie sein. Der Vorsitzende erklärte, dass händeringend Fachkräfte gesucht werden, ist aber auch überzeugt, dass es möglich sei, hier gegenzusteuern. Die Innung müsse durch Werbung und Spontanität zeigen, dass der Einkauf im Fleischerfachgeschäft auch für den Verbraucher wichtig ist. "Sowohl Fleischereiverein als auch Innung müssen auch künftig das Brauchtum und die Tradition des Fleischerhandwerks sorgsam hüten, damit die Liebe zum Beruf und die Verbundenheit zum Verein Bestand haben", betonte Flurschütz.
Schatzmeister der Fleischerinnung Coburg Stadt und Land, Rainer Ultsch, war beeindruckt: Der Verein sei ein Vorbild für andere. Anhand der aktuellen Entwicklung im Fleischerhandwerk zeigte Ultsch auf, dass dieser Berufszeig massiv geschrumpft ist.
In Bayern kommen laut Ultsch heute auf 100 000 Einwohner gerade einmal 43 Metzgereien. Derzeit erlernen rund 3000 junge Menschen dieses Handwerk - im Jahr 2000 seien es noch drei Mal so viele gewesen. Von diesen negativen Entwicklungen blieben auch die Innungen nicht verschont, weshalb einige bereits fusioniert haben.
Urkunden und Präsente gab es für langjährige Mitglieder. Zu Ehrenmitgliedern wurden Willfried Sommer und Frank Fechter ernannt. Die Ehrennadel für 30-jährige Treue in Silber nahmen Andreas Ultsch und Klaus Dietz in Empfang. Diese erhalten auch Roland Herzog und Irida Speigel. Für 45 Jahre ging diese in Gold an Rainer Rieß. Für 50-jährige Treue wurden Martin Morgenroth und Hanns Häfner geehrt. ake
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