Haßfurt

Wenn Kinder trauern...

Der Malteser Hospizdienst in Haßfurt bietet ab Freitag, 30. September, wieder eine Trauergruppe für Kinder und Jugendliche an. Die Teilnehmer treffen sich a...
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Malteser Hospizdienst in Haßfurt bietet ab Freitag, 30. September, wieder eine Trauergruppe für Kinder und Jugendliche an. Die Teilnehmer treffen sich acht Mal im monatlichen Rhythmus im Diözesanbüro Haßberge in Haßfurt, außer in den Ferien. Beim ersten Treffen sind die Eltern eingeladen, sich über die Trauergruppe zu informieren, wie die Malteser mitteilten.
Für die Teilnehmer entstehen keine Kosten. Wer Interesse hat, soll sich vorher mit Claudia Stadelmann vom Malteser Hospizdienst in Haßfurt in Verbindung setzen: Haus St. Bruno, Prome-nade 37, 97437 Haßfurt, Telefon 09521/9529900, E-Mail claudia.stadelmann@malteser.org.
Sterben, Tod und Trauer machen auch vor Kindern und Jugendlichen nicht halt: Sie verlieren ein Eltern- oder Großelternteil, ein Geschwister oder die beste Freundin. Durch die Betroffenheit der Angehörigen kommen Kinder in ihrer Trauer aber oft zu kurz. Und: Kinder trauern anders. Deshalb gibt es bei den unterfränkischen Maltesern schon seit über zehn Jahren Hospizhelferinnen und -helfer, die sich auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhospizarbeit besonders fortgebildet haben.
In der Trauergruppe können sich Kinder und Jugendliche, räumlich getrennt von der Familie, mit anderen betroffenen Gleichaltrigen austauschen, ihren Gefühle freien Lauf lassen, von dem Menschen, den sie verloren haben, erzählen, ihre Trauer in Kreativität ausdrücken und so vielleicht zu einem eigenen Umgang mit dem Verlust finden. Allerdings, so betonen die für die Gruppe Verantwortlichen Traudel Schulz und Anette Müller, "ersetzt die Trauergruppe keine eventuell nötige Therapie." Sie sei ein reines Begleitungsangebot.
Seit 1991 gibt es die Malteser Hospizarbeit in der Diözese Würzburg. Inzwischen sind es über 350 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die in 28 Gruppen in Unterfranken aktiv sind. Unter ihrem Leitsatz "Zusammen leben bis zuletzt" widmen sie sich der kostenlosen Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden in ihrer letzten Lebensphase sowie von deren Angehörigen durch die Zeit der Trauer. 2003 gaben die Malteser den Startschuss für ihre Kinder- und Jugendhospizarbeit. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen der sterbende junge Mensch, seine Eltern, Geschwister, Großeltern und Nahestehende. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren