Bamberg
Ausstellung 

Weltmeister aus dem Tierreich

Luftakrobaten, Schnellflieger, Gewichtheber, Lautkünstler, Extremtaucher werden im Naturkunde-Museum vorgestellt.
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Besucher vor einer Vitrine mit Kolibris Foto: Naturkundemuseum
Besucher vor einer Vitrine mit Kolibris Foto: Naturkundemuseum
Die Natur ist großartig in ihrer Vielfalt. Tiere vollbringen die außerordentlichsten Leistungen, um sich in ihrem Lebensraum zu behaupten. Ob in finsteren Meerestiefen, in Wüsten, in der Eiseskälte hoher Berge oder bei extremer Hitze. Um auch die größten Herausforderungen meistern zu können, sind außergewöhnliche Strategien notwendig. Die Ausstellung "World Champions of Nature" (übersetzt: Weltmeister der Natur) beschäftigt sich mit einer besonderen Gruppe dieser "Strategen": den Meistern ihrer Disziplin.


Falke 170 km/h schnell

Die Wanderausstellung wurde von der Umweltorganisation NatureLife-International und der Lufthansa ins Leben gerufen. Warum ausgerechnet die Lufthansa sich zu diesem Engagement bereitgefunden hat, mag sich aus dem Thema der Schau selbst erklären: Viele der Rekorde, die auf den Bannern der Schau vorgestellt werden, sind Meister in der Luft - Vielflieger und Schnellflieger. Zwar kann ein Wanderfalke natürlich nicht mit einem Airbus mithalten, doch bringt er es im Sturzflug auf über 170 km/h. Ebenso beeindruckend sind die Fähigkeiten der Schneegänse: Bei ihrem Flug von Sibirien in die Sommerquartiere überqueren sie den Himalaya in bis zu 9500 Metern Höhe.
Ganz besondere Flugkünstler sind auch die Kolibris. Bestimmte anatomische Besonderheiten im Flügelbau ermöglichen es ihnen, im Schwirrflug vor einer Blüte auf der Stelle zu fliegen, wobei die Flügel bis zu 50 Mal pro Sekunde auf und abschlagen! Die Fähigkeit des Schwirrflugs beherrschen auch Lebewesen eines ganz anderen Tierstammes, nämlich die zu den Schmetterlingen gehörenden "Taubenschwänzchen". Zu ihrem flugakrobatischen Repertoire zählen auch der Rückwärts- und Seitflug. Taubenschwänzchen kann man in den Sommermonaten übrigens auch in unseren Gärten und auf Wiesen beobachten; ein Umstand, der häufig zu Anrufen im Naturkunde-Museum führt, mit der frohen Botschaft, es gebe Kolibris im heimischen Garten.
Wie rekordträchtig das Tierreich ist, beweist unter anderem auch ein einfacher Floh: Ein solcher kann in einem Sprung das 200-fache seiner Körperlänge überwinden. Würde man diese Leistung auf einen Menschen hochrechnen, so sollte dieser in einem Sprung vom Domplatz zum Obstmarkt hüpfen können. Weniger Sprungtalent, dagegen Schnelligkeit beweist der Gepard. Im Sprint schafft er eine Geschwindigkeit um die 100 km/h.


Lange Liste an Rekorden

Die Liste der Rekorde ist lang. Luftakrobaten, Schnellflieger, Gewichtheber, Lautkünstler, Extremtaucher. Nicht nur "Bamberg zaubert" - die Natur steckt voller atemberaubender und schier unglaublicher Fähigkeiten, so Museumsleiter Matthias Mäuser, der zusammen mit seinem Team die Schau um Exponate aus der Natur bereichert hat.
Wer Einblick in diese Rekordwelt haben möchte, kann das noch bis zum 18. September im Naturkunde-Museum in der Fleischstraße tun. Geöffnet täglich von 9 bis 17 Uhr (außer Montag).
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