Haßfurt

Weitere Punkte im Haßfurter Stadtrat: Planungen für Radwegbau gestoppt und ortsbildprägender Baum muss weg

Problem Bürgermeister Günther Werner (FW) hat, wie er dem Stadtrat am Montagabend im Rathaus erläuterte, die Planungen für den Weiterbau des Radwegs aus Pra...
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Problem Bürgermeister Günther Werner (FW) hat, wie er dem Stadtrat am Montagabend im Rathaus erläuterte, die Planungen für den Weiterbau des Radwegs aus Prappach nach Haßfurt gestoppt. Den Anstoß gab das Landesamt für Umweltschutz. Die Behörde hat bei einem Termin vor Ort festgestellt, dass die Verlängerung des Weges, der vor allem von der Prappacher CSU gefordert wird, das Gelände der ehemaligen Mülldeponie an der Böschung entlang der Kreisstraße berühren würde. Und Eingriffe in den Körper des alten Deponiegeländes lässt das Landesamt nicht zu. Die Prüfungen, was dort geschehen soll, seien noch nicht abgeschlossen, ließ das Landesamt wissen. Deshalb hat der Bürgermeister die Planungen für den Bau vorerst gestoppt.
Schaden Die Robinie an der Treppenanlage zur Prappacher Kirche ist so schadhaft, dass der Baum gefällt werden muss. Wurzel und Krone seien beschädigt und der Baum sei von einem Pilz befallen, erfuhr der Stadtrat. Ein Baumgutachter hat deutlich gemacht, dass der Baum aus Sicherheitsgründen "gefällt werden sollte". Dietmar Will, Biologe bei der Stadtverwaltung, räumte ein, dass der ortsbildprägende Baum wohl nicht saniert werden kann. Wenn der Baum beseitigt werden muss, "dann gehen in Prappach die Wellen hoch", befürchtet Stadtrat Reiner Schuster. "Wenn er kaputt ist", so Bürgermeister Werner, habe die Stadt wohl keine andere Wahl. Schließlich stehe sie in der Verantwortung und müsse für die Sicherheit sorgen, hieß es.
Vertagt Die Entscheidung zum Antrag der CSU-Fraktion, die eine zweckgebundene Erhöhung der Hebesätze zur Grundsteuer B fordert, wurde verschoben. Das Thema sei schon intensiv diskutiert worden, sagte Bürgermeister Werner, und weitere Prüfungen liefen noch. Deshalb sollen sich der Finanzausschuss des Stadtrates und anschließend der Stadtrat selbst in ihren nächsten Sitzungen mit dem CSU-Vorstoß befassen. Auf diese Vorgehensweise verständigte sich das Ratsgremium.

Dauer Der Stadtrat entsprach dem Wunsch des Seniorenbeirates der Stadt, wonach die Wahlperiode von zwei auf drei Jahre verlängert wird. Erstmals 2017 soll die neue Regelung greifen. Einstimmig votierte der Rat für die Verlängerung.
Licht Die Stadt setzt weiter auf die energieeffiziente LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung. Der Stadtrat beschloss, in einer zweiten Phase 175 Lichtpunkte mit den neuen Lampen auszustatten. Die Kosten belaufen sich auf 87 500 Euro. Eine erste Umstellungsphase hatte der Stadtrat bereits beschlossen; sie wird gerade umgesetzt. Eine dritte Phase folgt noch. Bei einer Stromersparnis von 85 Prozent dank der neuen Technik dürfte es keine Diskussion über die neue Technik geben, meinte Dietmar Will von der Stadtverwaltung, und Diskussionen gab es auch nicht in der Ratssitzung am Montagabend. Der Beschluss fiel einstimmig aus. Teile von Haßfurt sowie der drei Stadtteile Augsfeld, Unterhohenried und Sylbach sind in der zweiten Umstellungsphase. ks
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