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Weißenbrunn

Weißenbrunns "Jungferkättl" macht 300 voll

Die "Jungferkättl" wurde 300 Jahre. Der Geburtstag wurde im Bierdorf ausgiebig auch mit Gerstensaft gefeiert. Zum Geburtstag des steinernen Wahrzeichens übe...
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Auf den 300. Geburtstag der "Jungferkättl" wurde kräftig angestoßen - links neben dem Wahrzeichen 2. Bürgermeister Michael Bohl. Foto: K.- H. Hofmann
Auf den 300. Geburtstag der "Jungferkättl" wurde kräftig angestoßen - links neben dem Wahrzeichen 2. Bürgermeister Michael Bohl. Foto: K.- H. Hofmann
Die "Jungferkättl" wurde 300 Jahre. Der Geburtstag wurde im Bierdorf ausgiebig auch mit Gerstensaft gefeiert. Zum Geburtstag des steinernen Wahrzeichens über einen Brunnen lud der Arbeitskreis Heimatpflege für Weißenbrunn und seine Gemeindeteile (1. Vorsitzender Ulrich Biedermann, 2. Vorsitzender Franz Schuberth) zusammen mit dem Fremdenverkehrsverein Weißenbrunn (1. Vorsitzender Michael Bohl) zur Geburtstagsparty rund um den Dorfbrunnen ein. Im Blickpunkt natürlich das Geburtstagskind "unne Schönsta", wie die Weißenbrunner ihre Jungferkättl liebevoll nennen, welche zur Party besonders herausgeschmückt wurde. Die Gäste und Vereine wie Bürger überbrachten gemeinsam die Glückwünsche an ihr Wahrzeichen "Jungferkättl", die sich erstaunlich gut gehalten hat. Und sie haben mit reichlich Bier auf das Wohl der Kättl angestoßen. Aufgrund des Regens am Pfingstsonntagvormittag wurde aus einer Sause nur ein kleines Geburtstagsfest. Dennoch wurden fleißige Helfer vor und hinter den Kulissen gebraucht, denen 2. Bürgermeister Michael Bohl herzlichen Dank für ihr Engagement sagte. Der Chronik ist zu entnehmen, dass das Wahrzeichen, der Dorfbrunnen in den Jahren 1716/1717 mit der nackten Figur einer Wassernixe durch Johann Dümlein aus Kronach geschaffen wurde. Die Brunnenfigur wird im Volksmund liebevoll "Jungferkättl" genannt. Am Kirchweihsonntag fließt aus den Brüsten der Nixe traditionell das Weißenbrunner Bier.
In seiner Geburtstagsgratulation führte Michael Bohl an: "Mehr als drei Jahrhunderte bist du für uns der Fels in der Brandung, hast immer ein Lächeln parat und machst eine richtig gute Figur."
Der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins fuhr mit seiner Laudatio in Erinnerungen fort und bedauerte zutiefst, dass man die Kättl allzu oft einfach so am Straßenrand respektlos unbeachtet lässt: "Und: Du bist für uns auch heute noch ein ganz, ganz großes Geheimnis. Denn keiner weiß, warum du wirklich Kättl heißt und was es mit deiner Wassernixen-Figur genau auf sich hat. Eines steht aber fest: Früher kam das Wasser nicht aus deinen Brüsten, sondern aus einem einzigen Stahlrohr an Deinem Brustbein. 1874 war das. Und nach langem Streit übernahmen die damaligen Weißenbrunner Brauer Schultheiß und Heublein die Renovierungskosten." Danach wurde dann kräftig auf den 300. Geburtstag des Wahrzeichens des Bierdorfes angestoßen - mit Flaschenbier. Trotzdem wurde es eine würdige Geburtstagsfeier. Die Gampertbräu hat dankenswerter Weise die Terasse/Balkon ihres Gebäudes für die Feierlichkeiten zur Verfügung gestellt und die Gemeinde hat die Bepflanzung an der Kättl erneuert. Mario Schedel aus Weißenbrunn hatte sogar eigens ein Kättl-Lied komponiert und am Fest uraufgeführt. eh
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