Mitwitz

Weil der Fußballclub neben dem sportlichen auch einen sozialen Auftrag sieht

Ein nicht alltägliches Fußballspiel gab es bei hochsommerlichen Temperaturen zum Auftakt des Mitwitzer Kirchweih-Wochenendes, das vom 1. FC Mitwitz organisi...
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Die beiden Mannschaften stellten sich vor dem Spiel zu einem Erinnerungsbild. Foto: Herbert Fischer
Die beiden Mannschaften stellten sich vor dem Spiel zu einem Erinnerungsbild. Foto: Herbert Fischer
Ein nicht alltägliches Fußballspiel gab es bei hochsommerlichen Temperaturen zum Auftakt des Mitwitzer Kirchweih-Wochenendes, das vom 1. FC Mitwitz organisiert worden war. Hierbei spielte die Dritte Mannschaft des Fußballclubs gegen eine Auswahl von Asylbewerbern, die zur Zeit in der Marktgemeinde sowie weiteren Orten des Landkreises Kronach untergebracht sind. Ihre Mannschaft setzte sich aus Spielern aus Nigeria, dem Senegal, Eritrea, Syrien und Mali zusammen.
Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse gingen beide Mannschaften mit großer Freude und Einsatzbereitschaft in das Spiel, das vom Schiedsrichter Jan Winterstein ohne Probleme geleitet wurde. Dass die heimische Mannschaft mit 4:2 erfolgreich war und den Platz als Sieger verließ, war für alle Beteiligten zweitrangig.
An erster Stelle stand an diesem Tag das Motto "Fußball verbindet" und so freuten sich einige der Asylbewerber, die nicht mehr in Mitwitz untergebracht sind, alte Weggefährten wieder einmal zu sehen. Nach dem Spiel saß man auf dem Sportgelände des 1.FC Mitwitz noch lange in gemütlicher Runde zusammen.


Spende für Begegnungsstätte

Das Kirchweihspiel hatte aber noch einen weiteren guten Zweck, die finanzielle Unterstützung der Generationenbegegnungsstätte der Diakonie Mitwitz, der man aus den freiwilligen Spenden der Zuschauer einen Betrag von 315 Euro überreichen konnte. Dieser Betrag wurde noch um 500 Euro aufgestockt, die der 1. FC Mitwitz vor dem Spiel von der Egidius-Braun-Stiftung des DFB für sein Engagement für Asylbewerber erhielt. Den Scheck überreichte Gruppenspielleiter Georg Skliwa an den Vorsitzenden des 1.FC Mitwitz, Jürgen Heidenbluth. Im Namen der Diakonie Mitwitz bedankte sich Pfarrer Burkhard Sachs für die großzügige Spende.
Der FC Mitwitz hat schon seit mehr als zwei Jahren Asylbewerber, die in Mitwitz wohnen, in den Trainingsbetrieb aufgenommen. Einige Jugendliche und auch schon zwei Erwachsene konnten bzw. können auch am regulären Spielbetrieb der Jugend- bzw. Seniorenteams teilnehmen, weil für sie eine Spielberechtigung beim BFV beantragt wurde. Der Fußball mit seinem Trainings- und Spielbetrieb und natürlich auch seinen geselligen Veranstaltungen bietet eine gute Möglichkeit, die Asylbewerber in eine Ortsgemeinschaft einzubinden.
Wie Vorsitzender Heidenbluth deutlich machte, nehme der Verein dieses Anliegen sehr wichtig, denn neben dem sportlichen habe er auch einen sozialen Auftrag.
Neben dem regulären Trainingsbetrieb kümmert sich seit langem Hermann Schwemmlein intensiv um die Asylbewerber. So trainiert er die jungen Leute zusätzlich ein Mal wöchentlich auf dem Sportgelände oder in der alten Turnhalle.
Daneben haben die Mannschaften des 1. FC Mitwitz auch schon Kleidersammlungen organisiert und die Asylbewerber mit Sportkleidung ausgestattet, zudem wurde auch Trainingsmaterial angeschafft,betonte der Vorsitzende. Zu allen Heimspielen des 1. FC Mitwitz haben Asylbewerber freien Eintritt. Daraus war die Idee entstanden, dass man das diesjährige Kerwa-Gaudispiel unter das Motto "Fußball verbindet" stellt.
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