Rottenbach

Wehr weiß um ihre Qualität

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Rottenbach berichtete Kommandant Frank Fischer, bei den Übungen und Fortbildungen habe im Wesentlichen die Zusammenar...
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Auf langjährige Mitglieder kann sich die Feuerwehr Rottenbach verlassen. Bei der Hauptversammlung wurden geehrt (von links): Kommandant Frank Fischer, Andreas Oppel, Florian Fischer, Martin Flohrschütz, Kreisbrandinspektor Stefan Püls, Roland Böhm, Heinz Schneider, Bürgermeister Sebastians Straubel, Kreisbrandmeister Manfred Brückner und stellvertretender Landrat Christian Gunsenheimer.  Foto: Martin Rebhan
Auf langjährige Mitglieder kann sich die Feuerwehr Rottenbach verlassen. Bei der Hauptversammlung wurden geehrt (von links): Kommandant Frank Fischer, Andreas Oppel, Florian Fischer, Martin Flohrschütz, Kreisbrandinspektor Stefan Püls, Roland Böhm, Heinz Schneider, Bürgermeister Sebastians Straubel, Kreisbrandmeister Manfred Brückner und stellvertretender Landrat Christian Gunsenheimer. Foto: Martin Rebhan
Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Rottenbach berichtete Kommandant Frank Fischer, bei den Übungen und Fortbildungen habe im Wesentlichen die Zusammenarbeit mit anderen Wehren, hauptsächlich mit der Feuerwehr Lautertal, im Vordergrund gestanden. Auch im Bereich der Jugendarbeit stehe man hier im engen Kontakt.
Die Mannschaftsstärke bezifferte der Kommandant mit 33, darunter sechs Jugendliche und eine Feuerwehrfrau. Zu zwei Einsätzen wurden die Wehrleute im vergangenen Jahr gerufen. Einmal galt es, eine Rauchentwicklung im Bereich der A 73 einzudämmen. Der zweite Einsatz wurde unter technischer Hilfeleistung verbucht. Weiterhin wurde die Rottenbacher Wehr benötigt, um andere Hilfskräfte zu einer verunglückten Person in ein Waldgebiet zu leiten. "Hier machte sich wieder deutlich, dass die kleineren Ortswehren einen Vorteil haben, der nicht von der Hand zu weisen ist: die Ortskenntnis", sagte Fischer.
Ein großes Thema war der Rottenbacher Dorfteich. Nach einem Beschluss des Lautertaler Gemeinderates soll dieser verfüllt werden. Deutlich sprachen sich Kommandant Frank Fischer sowie Kreisbrandinspektor Stefan Püls und Kreisbrandmeister Manfred Brückner gegen diese geplante Maßnahme aus. "Der Fall Herbartsdorf hat gezeigt, wie wichtig Löschteiche sind", war von den Experten zu hören. Frank Fischer sagte, dass ohne den Löschteich ein schneller Brandeinsatz im Außenbereich von Rottenbach nicht mehr möglich wäre. Plakativ meinte er: "Wenn es brennt, bist du froh über jeden Schluck Wasser, den du zur Verfügung hast." Die Rottenbacher Wehr setzt auf ein weiteres Gespräch zwischen Kreisbrandrat und Bürgermeister. "Ziel muss sein, den Dorfteich als Löschwasserreservoir zu erhalten." Gegenüber der Gemeinde signalisierte Fischer, dass die Rottenbacher Feuerwehr eine Sanierung tatkräftig unterstützen wolle.
Der stellvertretende Landrat Christian Gunsenheimer (FW) betonte ebenfalls die Notwendigkeit der Feuerwehr vor Ort. So sah es auch Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU): "Die Feuerwehr ist unentbehrlich." Besonders lobte Straubel die Jugendarbeit der Rottenbacher Feuerwehr. "Die Gemeinde steht voll und ganz hinter ihren Wehren", betonte Straubel weiter.


Eine Wehr ohne Verein

Eine Besonderheit hat die Rottenbacher Feuerwehr, die sich nicht der Lautertaler Feuerwehr anschloss, sondern ihre Eigenständigkeit behalten wollte. In Rottenbach gibt es keinen Feuerwehrverein. So ist man eben in der aktiven Wehr oder nicht. Die Konsequenz daraus ist, dass diejenigen, die aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden müssen, auch ihre Ämter innerhalb der Wehr nicht mehr bekleiden können. So auch Roland Böhm, der nach 47 Dienstjahren und über 40-jähriger Tätigkeit als Schriftführer offiziell verabschiedet werden musste. Mit dem Amt des Schriftführers wurde Udo Oppel betraut.
Die Hauptversammlung bot auch den Rahmen, langjährigen Aktiven öffentlich Dank und Respekt auszusprechen. Seit zehn Jahren gehört Florian Fischer der Wehr an. Mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen für ihre 25-jährige Dienstzeit wurden Andreas Oppel und Martin Flohrschütz geehrt. Auf 30 Jahre Dienst können Stefan Escher, Jürgen Oppel, Horst Amberg und Uwe Dotterweich zurückblicken. Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40-jährigen Einsatz darf ab sofort Heinz Schneider tragen.
Martin Rebhan

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