Strullendorf

Wehr hat viermal Grund zum Feiern

Jubiläum  Die Freiwillige Feuerwehr Mistendorf ist 130 Jahre alt, der Feuerwehr- und Kameradschaftsverein kann auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken, die neue Vereinslagerhalle mit Festplatz wird eingeweiht, und Kirchweih ist auch noch. Das alles wird am Wochenende gefeiert.
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Auf ihre neue Halle ist die FFW Mistendorf zu Recht stolz.  Foto: p
Auf ihre neue Halle ist die FFW Mistendorf zu Recht stolz. Foto: p
Mistendorf — Vor 130 Jahren wurde die FFW Mistendorf gegründet. Damals war die Ausrüstung sehr spärlich - die heutige Generation kann sich nicht vorstellen, mit Feuereimern aus Hanf, Handspritze, Hakenleitern im schwarzen Baumwollrock (Uniformjacke) mit schwarzblauer Dienstmütze zum Einsatz zu gehen. Bereits zwei Jahre nach der Gründung entstand auch schon das erste Spritzenhaus, das aber schon 1922 wegen Baufälligkeit durch ein neues Feuerwehrhaus für 1000 DM ersetzt wurde.
1941 wurde die erste Motorpumpe (Luftschutztragepumpe mit VW Motor) angeschafft. 80 Jahre später, 1964, folgte der TSA Tragkraftspritzenanhänger mit der TS8/8 Tragkraftspritze, die heute noch im Einsatz ist. Zur persönlichen Schutzausrüstung wurde der Schutzanzug "Bayern 1" angeschafft. In diesem Jahr ist auch der Feuerwehrverein gegründet worden.
Ein neues Feuerwehrhaus mit Schlauchtrockenturm wurde 1968 eingeweiht. Da es den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde das Gerätehaus im Jahr 2000 erweitert und erhielt seine heutige Form.
Da es den Veteranen- und Kriegerverein nicht mehr gab, wurde aufgrund der Übernahme der alten Kriegerfahne aus dem Jahr 1901 der Feuerwehrverein in Feuerwehr- und Kameradschaftsverein umbenannt.

Anforderungen gestiegen

Da die Anforderungen an die Feuerwehren immer größer wurden, hat man in Eigenleistung ein vom Bundesgrenzschutz ausgemustertes Fahrzeug (ein Hanomag AL28 Baujahr 1964) als Feuerwehrfahrzeug umgerüstet, es wird heute noch als Eventfahrzeug genutzt. 1982 wurden das Fahrzeug und die neue Fahne des Feuerwehr- und Kameradschaftsvereins eingeweiht.
Ein Höhepunkt in der Geschichte der FFW Mistendorf war das 100. Jubiläum, das aufgrund der Dorferneuerung erst 1989 gefeiert wurde.
Nach vielen Diskussionen und harten Verhandlungen bewilligte die Gemeinde die Beschaffung des Löschfahrzeuges Mercedes Benz, Baujahr 1981. Es wurde 2005 - mit viel Eigenleistung umgebaut nach den aktuellen Bedürfnissen der FFW Mistendorf - 2005 übergeben und stellt heute noch die Einsatzfähigkeit sicher.
Da die Feuerwehrler gerne Feste feiern und seit vielen Jahren für das leibliche Wohl an der Kirchweih sorgen, wurde 2009 mit der Kirchweih auch das 125- Jährige der FFW gefeiert. Um den Veranstaltungen gerecht zu werden, wurden Grill-, Toilettenwagen usw. angeschafft, auch für den Hanomag wurde eine Unterstellmöglichkeit gesucht. Daher entschied man sich, eine Mehrzweckhalle zu bauen. Nach vielen Absagen konnte endlich ein geeignetes Grundstück erworben werden. Die Gemeinde ließ 2013 den Festplatz errichten und stellte der Feuerwehr einen Grund auf Erbpacht zur Verfügung. Der Verein wurde in Feuerwehr- und Kameradschaftsverein Mistendorf e. V. umbenannt. Nun endlich, nach zwei Jahren Bauzeit, kann die durch außerordentliche Eigenleistung der Mitglieder und Freunde errichtete Vereinslagerhalle ihren Bestimmungen übergeben werden.
Das Fest beginnt am morgigen Freitag um 18 Uhr mit der Abholung des Schirmherrn MdB Andreas Schwarz (SPD), der Patenvereine Oberngrub und Zeegendorf, der Gastvereine, Ehrengäste und Gäste am Lindenplatz, anschließend wird der Verstorbenen am Ehrenmal im Friedhof gedacht. Unter den Klängen der Trachtenkapelle Zeegenbachtal geht es zum Festplatz und beim anschließenden Festkommers mit musikalischer Umrahmung wird die Halle eingeweiht. Dabei werden auch verdiente Kameradinnen und Kameraden geehrt.
Am Samstag treffen sich die Vereine und Verbände am Ortseingang zur Aufstellung des Kirchweihbaumes, anschließend ist Unterhaltungsmusik im Festzelt mit der Trachtenkapelle Zeegenbachtal angesagt. Ab 20 Uhr steigt die Partynacht bei freiem Eintritt mit der Band "Hot Box".
Am Sonntag um 9.30 Uhr beginnt der Kirchweihfestgottesdienst in der Pfarrkirche, danach ist Frühschoppen mit fränkischer Unterhaltung und Stimmung. Ab 11 Uhr gibt es Mittagessen. Um 13.30 Uhr stellen sich die Teilnehmer zum Festzug auf, der sich um 14 Uhr mit fast 50 Vereinen durch den Ort bewegt. Nach dem Zug spielen die "Pünzentaler" auf. Am Montag beginnt der Kirchweihfestbetrieb um 15 Uhr im Festzelt mit fränkischen Spezialitäten. Mit dem Hahnenschlag um 18 Uhr und mit Musik der "Schugis" klingt das Fest aus. GH








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