Bamberg
Studium 

Wege gegen den Ärztemangel

Die Ärzte aus dem Raum Bamberg werben um Nachwuchs. Wie Schüler trotz nur durchschnittlicher Abiturnoten Medizin studieren können, erfahren sie an einem Infotag.
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Schüler, die sich für medizinische Berufe interessieren, können sich Ende Mai bei einem Infotag des Ärztlichen Kreisverbandes Bamberg informieren.  Foto: Bütter/dpa
Schüler, die sich für medizinische Berufe interessieren, können sich Ende Mai bei einem Infotag des Ärztlichen Kreisverbandes Bamberg informieren. Foto: Bütter/dpa
Obwohl aufgrund der demographischen Entwicklung und der Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes viele Arztstellen in der Republik unbesetzt bleiben, ist die Zahl der Studienplätze Medizin in den letzten Jahren eher rückläufig. Der bereits bestehende Ärztemangel wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen, da das Gros der niedergelassenen Ärzte über 55 Jahre alt ist. Zusätzlich kompliziert wird die Situation dadurch, dass es nicht nur zu wenige Studienplätze gibt, sondern auch noch ein hoher Numerus clausus (NC) als zusätzliche Hürde vor dem Medizinstudium genommen werden muss.
"Leider lassen sich hierdurch viele Abiturienten, die diesen Notendurchschnitt nicht erreichen, von ihrem Traumfach abhalten. Dies ist sehr schade, denn in der Medizin braucht man nicht nur brillante Denker und Forscher, sondern auch handwerkliche Talente und Menschen mit ausgeprägten sozialen und kommunikativen Kompetenzen", sagt Dr. Georg Knoblach, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Bamberg.
Seit mehreren Jahren organisiert der Ärztliche Kreisverband Informationsveranstaltungen für Gymnasiasten, in denen aufgezeigt wird, wie man trotz durchschnittlicher Abiturnoten doch noch zu seinem Traumberuf finden kann. Dieses Jahr findet die Veranstaltung am Mittwoch, 29. Juni statt.


Studenten berichten

Dr. Simon Müller, der bald seine Facharztausbildung zum Allgemeinarzt abgeschlossen haben wird, führt durch die Veranstaltung. Er wird über den Studiengang Medizin sowie über Studienplatzbewerbung und Wartezeiten informieren.
Außerdem werden Medizinstudenten, die zurzeit im Ausland studieren, über ihre Erfahrungen mit den jeweiligen Studienländern und den dortigen Zulassungsvoraussetzungen berichten. Auch Studenten, die an einer Privat-Uni Medizin studieren, werden referieren. Zum Abschluss erzählen Ärzte, wie sie die Wartezeit auf ein Studium sinnvoll nutzten, etwa durch die Ausbildung in einem medizinischen Beruf.
Die Veranstaltung, zu der neben den Bamberger Ärzten auch die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml einlädt, ist für Gymnasiasten kostenlos, Erwachsene zahlen einen Unkostenbeitrag. red
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