Igensdorf

Wasserwerk: Igensdorfer wollen Neubau

Für einen Neubau des Wasserwerks hat sich der Igensdorfer Gemeinderat entschieden. Über die nicht unerheblichen Kosten, die eine saubere Lösung der Wasserve...
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Für einen Neubau des Wasserwerks hat sich der Igensdorfer Gemeinderat entschieden. Über die nicht unerheblichen Kosten, die eine saubere Lösung der Wasserversorgung bringen würde, sind die Igensdorfer in Bürgerversammlungen bereits informiert worden.
Ein Neubau wird mittels Beiträgen die Sanierung ihrerseits durch Gebühren finanziert. Bezahlen müssen es die Bürger. Bevor entschieden wurde, das 4,5 Millionen Euro teure Projekt weiter zu forcieren, stellte Günter Bittner eine mögliche Sanierung und einen Neubau gegenüber. Bittner ist Geschäftsführer der Projektgesellschaft für kommunale Ver- und Entsorgungstechnik.


Bekannte Schäden

"Uns ist allen klar, dass wir uns mit einem Neubau leichtertun. Aber wir sind bei den Kosten erschrocken", sagte Bürgermeister Wolfgang Rast (IU). Diese Kosten belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro im Fall einer Sanierung. Noch eine Million Euro teurer wird es, wenn die Wasserversorgung neu gebaut wird.
Die Schäden sind bekannt, vor allem was das Herzstück, das Maschinenhaus betrifft. Dieses Wasserwerk müsse als Erstes saniert werden. Von Sicherheits- und Hygienegesichtspunkten einmal abgesehen, befindet sich nichts auf dem neuesten Stand der Technik. Eine Sanierung würde einen neuen Anbau vorsehen. Die alte Anlage müsste dann mit zusätzlichen Kosten demontiert werden. Problemlos würde die Sanierung laut Bittner nicht ablaufen: "Die Wasserversorgung muss aufrechterhalten werden. Es gibt keine Ersatzversorgung." 3,5 Millionen also würde es kosten, das Bauwerk auf den neuesten Stand der Technik zu ertüchtigen, mit PC Anlage und einer Störmeldeverarbeitung.


Viele Unwegbarkeiten

Neben der schwierigen Aufrechterhaltung der Wasserversorgung während der Sanierungsmaßnahmen sieht Bittner noch ein weiteres Problem: die Unwägbarkeiten. Doch Unwägbarkeiten gibt es offensichtlich bei beiden Lösungsmöglichkeiten, waren die angesprochenen "Unwägbarkeiten" doch auchBittners Antwort auf Uwe Zollikofers (Igensdorfer Umland) Frage, wie realistisch es sei, dass sich die Kostenschätzung mit den tatsächlichen Kosten decke.
Bei einer Sanierung plädierte Bittner dafür, wegen der Setzungsrisse vorher ein bautechnisches Gutachten einzuholen. Hygienische Gründe, die manchen Gemeinderat für einen Neubau plädieren ließen, wollte Peter Friedrich (Bürger Union Igensdorf) nicht erkennen.


Grundstück gefunden

"Der Schwachpunkt wäre ein neues Gebäude und eine alte Verrohrung", brachte Friedrich seine Bedenken zum Ausdruck. Dass man für einen Neubau plädieren müsste, weil dann auch die Leitungen mit erschlossen werden, sagte Rainer Straßgürtl. Er ist Ortssprecher von Pommer.
Die Sanierung wird eine Mischung aus Erhalt des Altbestandes und Neubau sein. Eine Langzeitqualität wie bei einem Neubau könne nicht erreicht werden, auch bei den Kosten gebe es bei einer Sanierung immer Unsicherheiten, erläuterte Bittner. Für einen Neubau ist bereits ein Grundstück gefunden. Dennoch behagt Gemeinderäten das angedachte Grundstück in Pettensiedel am alten Schulweg noch nicht ganz. Fortsetzung also folgt.
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