Lettenreuth

Wasserstand wie früher

Bürgerversammlung  Nach der Instandsetzung des defekten Abflussschachts soll der Lettenreuther Dorfweiher wieder in Ordnung sein. Ein Bürger widerspricht.
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Der Lettenreuther Dorfweiher hat jetzt wieder seinen alten Wasserstand. Foto: Andreas Welz
Der Lettenreuther Dorfweiher hat jetzt wieder seinen alten Wasserstand. Foto: Andreas Welz
von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Lettenreuth — Die Sperrung der Staatsstraße durch Marktzeuln für den Schwerlastverkehr wirkt sich wie vorhergesehen auf die umliegenden Ortschaften aus. Über zwölf Tonnen schwere Brummis rollen jetzt vermehrt durch Lettenreuth und Oberreuth. Bei der Bürgerversammlung in Lettenreuth am Donnerstag machte Frank Karl deutlich, dass es zu Schwierigkeiten beim Begegnungsverkehr mit Autos komme.
Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) hatte bereits 2013 auf die Situation in einem Schreiben an das Landratsamt hingewiesen. "Wir wollten die Maßnahme nicht verhindern, fordern aber Verkehrsleitmaßnahmen über die Bundesstraße 173 und Autobahn A 73", zitierte er den Brief. Zusätzlich solle der Kreis auf seinen Straßen verkehrshemmende Maßnahmen ergreifen. Er wies darauf hin, dass es für Lkw, die die Bauschuttdeponie in Marktzeuln anfahren, eine Sondergenehmigung gebe.
Die im Bau befindliche und eine mögliche neue Stromtrasse, insbesondere die "P 44 mod.", machte Petra Amon Kopfzerbrechen. Werde diese zusätzliche Frankenleitung, die jetzt im Gespräch sei, an Lettenreuth vorbeigeführt, fragte sie. Helmut Fischer stellte fest, dass der Gemeinde von dieser Leitung nichts bekannt sei. Schließlich müsse sie informiert werden. Er erinnerte an die Planung der jetzt gebauten 380-kV-Trasse. Sie sollte ursprünglich zwischen Lettenreuth und Oberreuth verlaufen, wurde dann zwischen Oberreuth und Marktgraitz konzipiert. Dies sei eine große Entlastung für Lettenreuth.


Angst vor Grundwassereinbruch

Der hohe Wasserstand des Lettenreuther Dorfweihers machte Frank Karl zu schaffen. Er befürchtete, dass dadurch Grundwasser in die Keller der anliegenden Gebäude dringen könnte. Aus der Versammlung wurde behauptet, der Abflussschacht, der so genannte Mönch, funktioniere nach seiner Instandsetzung nicht. Dem wiedersprach Bürgermeister Fischer und brachte in Erinnerung, dass durch den zuvor defekten Mönch der Wasserstand des Weihers sehr niedrig gewesen sei. Durch Verschlammung sei die Wasserhöhe sehr gering gewesen und habe Geruchsbelästigungen hervorgerufen. Daher habe der Gemeinderat beschlossen, den Weiher zu reinigen und einen neuen Mönch zu installieren, was auch geschehen sei. Jetzt sei der Wasserstand wie früher und der Teich könne wieder als Fischteich verpachtet werden.
Durch den Fernwasseranschluss Marktzeulns wurde die Quelle in Oberreuth stillgelegt. Heribert Meth erkundigte sich danach, wo jetzt das Quellwasser hinfließe. Fischer erklärte, dass der Überlauf der Quelle nach wie vor über den Bach abgeleitet werde. Beim stillgelegten Lettenreuther Brunnen sei das Grundwasser angebohrt worden und man müsse jetzt aus wasserrechtlichen Gründen den Zustand wie vor der Bohrung wiederherstellen. Für die Quelle in Lettenreuth, die schon immer den Bach speiste, gelte das nicht.
Gabriele Erlmann von der katholischen Kirchenverwaltung Lettenreuth lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Markus Ruckdeschel von der Energieagentur Nordbayern berichtete über Energiesparen und -effizienz, energieoptimiertes Bauen und Sanieren von Neu- und Altbauten und die Nutzung von Förderprogrammen. Finanzierungen und Zuschüsse seien derzeit so attraktiv wie nie, sagte er.
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