Marktschorgast

Wann wird das Gewerbegebiets an der Bernecker Straße erschlossen?

Ein Antrag der CSU-Fraktion sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung für eine konträre Diskussion. Die CSU-Räte hatten beantragt, die Erschließung des Gew...
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Wenn es nach der CSU-Gemeinderatsfraktion geht, soll das Gewerbegebiet an der Bernecker Straße bereits 2017 mit einem Kostenvolumen von knapp 1,8 Millionen Euro erschlossen werden.  Foto: Werner Reißaus
Wenn es nach der CSU-Gemeinderatsfraktion geht, soll das Gewerbegebiet an der Bernecker Straße bereits 2017 mit einem Kostenvolumen von knapp 1,8 Millionen Euro erschlossen werden. Foto: Werner Reißaus
Ein Antrag der CSU-Fraktion sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung für eine konträre Diskussion. Die CSU-Räte hatten beantragt, die Erschließung des Gewerbegebietes an der Bernecker Straße vorzubereiten mit dem Ziel, das Projekt schon 2017 durchzuführen. Der Knackpunkt waren die Kosten von geschätzten 1,75 Millionen Euro.
Freie Wähler und SPD meinten, dass bereits vieles im Laufen sei. Die Gemeinde könne aber knappe 1,8 Millionen nicht so einfach aus den Ärmeln schütteln. Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) schlug am Ende der Diskussion einen Kompromiss vor, der dann auch einstimmig getragen wurde: "Wir werden die Wünsche und das Machbare zusammenführen und an der Umsetzung der Erschließung des Gewerbegebietes Teil A und Teil B weiterarbeiten."
Marc Benker (CSU) hatte zuvor darauf verwiesen, dass am 25. Juli ein erstes Gespräch zwischen dem Inhaber eines ansiedlungswilligen Unternehmens und seiner Fraktion stattgefunden habe. Dabei habe der Unternehmer "konkretes Interesse an der Ansiedlung seines Betriebes in Marktschorgast gezeigt". Am 4. August habe man dann gemeinsam das Gewerbegebiet Teil A in Augenschein genommen. Das Problem, so Benker: Neben der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit wurden noch keine weiterführenden Maßnahmen für eine Realisierung der Erschließung unternommen. Er bat die Verwaltung, die Kosten zu berechnen. "Im Anschluss sind im Finanzausschuss Möglichkeiten zur Finanzierung auszuloten."


Tischhöfer: Nicht untätig

Hans Tischhöfer zeigte auf, dass die Verwaltung und er in der Zwischenzeit nicht untätig waren. So liege die Fachplanung für die Wasserversorgung mit zwei Varianten vor, ebenso für die Abwasserbeseitigung. "Für den Straßenbau hat das Ingenieurbüro Wolf & Zwick den Auftrag für Grundlagenermittlung und Vorplanung erhalten. Diese Leistungen wurden zwischenzeitlich erbracht." Für die Leistungsphasen 3 bis 9 habe man das Büro um Vorlage eines ergänzenden Honorarangebotes gebeten, so der Bürgermeister. Dieses liege aber noch nicht vor.
Für die Freien Wähler stellte Dieter Schiphorst fest, dass schon einige der Forderungen der CSU auf den Weg gebracht wurden. Vor einer Entscheidung müsse man sich im Bau- und Finanzausschuss gründliche Gedanken machen. Auch müsse das laufende Änderungsverfahren zum Bebauungsplan für das Gewerbegebiet "Bernecker Straße" abgewartet werden.
Für Zweiten Bürgermeister Nikolaus Ott (SPD) wies der Antrag der CSU verschiedene Mängel auf. So übersteige die geforderte Umsetzung im Jahr 2017 die Finanzkraft der Marktgemeinde. "Eine Umsetzung 2017 ist einfach nicht möglich."
Laut Marc Benker müsse alles versucht werden, die Erschließung zeitnah umzusetzen, zumal andere Kommunen an der A 9 oder A 70 hier schon längst tätig waren.
Nikolaus Ott sprach noch die Grundstücksverhandlungen für das Gewerbegebiet an und lobte hier das Verhandlungsgeschick von Bürgermeister Hans Tischhöfer, ebenso was den Konsens mit der Stadt Bad Berneck hinsichtlich der Einleitung des Oberflächenwassers aus dem Gewerbegebiet angeht, denn hier konnte ein Kompromiss erreicht werden.
Alien und Perparim Berisha erhielten noch das Okay für den Anbau an ihr Wohnhaus am Kapellenberg. Marie-Luise Kollerer (SPD) regte abschließend eine Baumpflege im Bereich des Marktplatzes an. Rei.

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