Marienweiher

Wallfahrtssaison ist eröffnet

Am Wochenende kam in Marienweiher die erste Pilgergruppe aus Großeibstadt an. Pfarrer Hannes Lorenz aus Nabburg rief im Gottesdienst zu mehr Barmherzigkeit auf. Auch die LQN-Feuerwehren machten sich auf den Weg zur Basilika.
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Die Teilnehmer an der LQN-Feuerwehr-Wallfahrt kurz vor ihrer Ankunft an der Basilika in Marienweiher Foto: Klaus-Peter Wulf
Die Teilnehmer an der LQN-Feuerwehr-Wallfahrt kurz vor ihrer Ankunft an der Basilika in Marienweiher Foto: Klaus-Peter Wulf
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Mit dem Einzug der Pilgergruppe aus Großeibstadt in die Basilika begann am Wochenende in Marienweiher die Wallfahrtssaison. Wallfahrtsseelsorger Pater Adrian hieß hierzu auch den Hauptzelebranten Pfarrer Hannes Lorenz aus Nabburg willkommen.
"Wir wollen in diesem Festgottesdienst für alle Wallfahrer beten, die sich in diesem Jahr auf den Weg zu uns machen, die mit offenem Herzen zu uns kommen und ihre Anliegen, Sorgen und Nöte der Gottesmutter vorbringen wollen", sagte Pater Adrian.


"Marienweiher leuchtet"

Pfarrer Hannes Lorenz, der auch Pilgerpfarrer der Regensburger Diözesanwallfahrt nach Altötting ist, stellte eingangs fest, dass der Regen den Wallfahrern nicht die Freude am Besuch von Marienweiher genommen habe. Beim Durchschreiten der Pforte der Barmherzigkeit hätten alle den Ruf Jesu gespürt: "Dies ist die Tür meines Herzens! Kommt alle, ihr seid mir alle willkommen." Dabei zähle für Jesus jeder einzelne Mensch.
Auch wenn der Slogan " Marienweiher leuchtet" schon auf einiges schließen lasse, so leuchte der erst, wenn die Pilgergruppen eintreffen, so der Pfarrer. Dabei gehe es nicht um das äußerliche Aufbrechen zu einer Wallfahrt, sondern darum, dass der Pilger tief im Innern Ja zu Jesus sage.


Mit Gott etwas verändern

In seiner Predigt ging Lorenz auch auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik, die Altersarmut und die Anonymität vieler Menschen in der Gesellschaft ein. Jeder Christ sei hier aufgefordert, Gottes Werkzeug zu sein und mitzuhelfen, die gestellten Aufgaben zu lösen. Die Frage dürfe nicht lauten: "Was tut Gott dagegen?" sondern: "Was kann ich tun, mit Gottes Hilfe, um etwas zu verändern?"
Für 50 Jahre Pilgern nach Marienweiher sollte Eugen Treuting aus Großeibstadt geehrt werden. Da er den Weg nicht mit antreten konnte, überreichte Pater Adrian an seine Frau nicht nur die Dankesurkunde, sondern auch eine kleine Marienstatue, die dem Jubilar den Segen mit nach Hause bringen soll.
Nach dem gemeinsamen Schlusssegen spendeten die beiden Geistlichen jedem einzelnen Gottesdienstbesucher den Einzelsegen zum Heiligen Jahr.
Bürgermeister Franz Uome dankte auch in seiner Funktion als Geschäftsführer des Vereins Freunde der Wallfahrtsbasilika Pfarrer Lorenz für sein Kommen und für die Unterstützung der Wallfahrt.
Bereits am Vortag hatte der Pilgergang der sieben Feuerwehren aus dem Gebiet der Oberland-Initiative "Lebensqualität durch Nähe" (LQN) stattgefunden. Gut sechzig Aktive aus Enchenreuth, Hohenberg, Kupferberg, Marienweiher, Marktleugast, Schlockenau und Steinbach nahmen daran teil, darunter auch Jungfeuerwehrler. Sie alle wurden begleitet von den Klängen des Musikvereins Marktleugast.


Pfarrer in Feuerwehruniform

Eingereiht hatten sich auch die Bürgermeister Franz Uome (Marktleugast) und Werner Burger (Grafengehaig), LQN-Vorsitzender Hermann Dörfler und Kreisbrandinspektor Horst Tempel. Beteiligte Pfarrer waren Pater Adrian in der Uniform der Steinbacher Wehr sowie Pfarrer und Notfallseelsorger Martin Fleischmann aus Guttenberg, der die Predigt hielt.
Dabei ging Fleischmann von der biblischen Geschichte des barmherzigen Samariters aus und ergründete die Motivation von Feuerwehrleuten, anderen Menschen zu helfen und sich dabei eventuell selbst in Gefahr zu bringen. Nächstenliebe und Barmherzigkeit seien dabei wesentliche Faktoren. "Dein Nächster ist der, der deine Hilfe
unbedingt braucht", sagte er und bezeichnete den Dienst der Feuerwehrleute als Gottesdienst außerhalb der Kirche. "Ihr ehrenamtliches Engagement kann man gar nicht hoch genug schätzen", so der Geistliche. op + kpw


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